Wuppertaler sv in der krise: wunderlich streicht trainingsbefreiung nach schalke-debakel
Alarmstufe rot beim wuppertaler sv
Beim Wuppertaler SV herrscht
nach der deutlichen Niederlage gegen die U23 von Schalke 04 (1:5) große Sorge. Neu-Trainer Mike Wunderlich hat umgehend reagiert und den geplanten trainingsfreien Tag gestrichen. Im kommenden Spiel gegen die formstarke U21 des 1. FC Köln geht es für den abstiegsbedrohten Verein um mehr als nur drei Punkte.
Fassungslosigkeit nach schalke
Die Pleite in Gelsenkirchen hat Wunderlich zutiefst erschüttert, insbesondere nach der zuvor gezeigten Leistung im Spiel gegen die U23 von Borussia Dortmund (2:2). "So wie wir in der ersten Halbzeit gegen Schalke gespielt hatten, kann man kein Fußballspiel bestreiten", kritisierte der Trainer unverblümt. Die Mannschaft habe in allen Bereichen versagt und die Grundtugenden vermissen lassen.

Mangelnde einstellung und leidenschaft
Wunderlich bemängelte vor allem die fehlende Aggressivität und das Defensivverhalten seiner Mannschaft. “Wir kassieren immer wieder einfache Gegentore, schlafen bei Standards und werden ausgekontert.” Diese Defizite seien in der Regionalliga West nicht tolerierbar. Im Kampf um den Klassenverbleib sei eine andere Einstellung und mehr Leidenschaft unerlässlich.
Trainingsbefreiung gestrichen – konsequenzen für die mannschaft
Um der Mannschaft die Ernsthaftigkeit der Lage zu verdeutlichen, hat Wunderlich die trainingsfreie Zeit abgeschafft. Sogar am Rosenmontag stand eine Einheit auf dem Programm. Ziel ist eine optimale Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Köln U21 am Samstag, 14 Uhr. Es soll eine Trendwende eingeleitet werden.
Manno appelliert an die fans und das team
Sportlicher Leiter Gaetano Manno lobt Wunderlichs Engagement, betont aber auch die Notwendigkeit, dringend Punkte zu holen. Er wünscht sich einen „dreckigen Sieg“, der der Mannschaft neues Selbstvertrauen geben könnte. Den Fans, die nach dem Schalke-Spiel Rufe nach seinem Rücktritt skandierten, appelliert er um Geduld und Unterstützung. “Es geht nicht um einzelne Personen, sondern um den WSV”, so Manno.
Keine ablenkung durch aachen
Die gute Serie von Alemannia Aachen im Tabellenkeller der 3. Liga soll keine Ablenkung darstellen. Manno betont, dass das Ziel weiterhin ist, mindestens vier Mannschaften hinter sich zu lassen. Derzeit belegt der WSV den 15. Platz mit zwei Punkten Vorsprung auf die U23 des VfL Bochum. Sollte dies gelingen, würde der WSV den Klassenverbleib schaffen.
Die kölner u21 als starke herausforderung
Der WSV erwartet ein schweres Spiel gegen die formstarke Kölner U21. Manno betont jedoch, dass seine Mannschaft in der Lage ist, das Spiel für sich zu entscheiden, wenn sie ihre Qualitäten auf den Platz bringt. Entscheidend sei, dass jeder Spieler den absoluten Willen zeige, das eigene Tor zu verteidigen. Die Defensive des WSV ist mit 46 Gegentoren die anfälligste der Liga.
