Wück fordert feuer: so will deutschland österreich bezwingen

Ried, Österreich – Nach dem knappen 5:1-Erfolg im Hinspiel gegen Österreich will Bundestrainer Christian Wück am Samstag im Rückspiel eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft sehen. Nicht zufrieden, sondern fordernd tritt der Coach an – die Weltmeisterschaft winkt, aber der Weg dorthin ist noch lang und steinig.

Mehr als nur ballbesitz: die taktische schärfung

Das Hinspiel ließ zwar einen klaren deutschen Sieg vermuten, doch Wück sieht noch viel Luft nach oben. “Wir wollen in den Basics souveräner und stabiler werden”, erklärte er. Konkret geht es ihm um das Verhalten ohne Ball, das Freilaufen und das Räumeschaffen für die Mitspielerinnen. Denn Fußball ist mehr als nur Ballbesitz – es geht darum, Räume zu öffnen und Chancen zu kreieren.

“Es sind nicht immer nur die Spielerinnen, die den Ball haben, sondern eben auch die Spielerinnen, die den Ball nicht haben.” Diese Worte des Bundestrainers treffen den Nagel auf den Kopf. Es geht um Opferbereitschaft, um das unbedingte Engagement für das Team, auch wenn man gerade nicht im Rampenlicht steht. Und genau das will Wück von seinen Spielerinnen sehen.

Eigenverantwortung und die junge garde

Eigenverantwortung und die junge garde

Der Bundestrainer setzt zudem auf die Eigenverantwortung seiner Spielerinnen. “Vor allen Dingen sind die Spielerinnen selbst gefragt, sich immer wieder auf das höchste Level zu bringen.” Es ist eine Fleißaufgabe, die Pässe präzise zu spielen und stets an die eigenen Leistungsgrenzen zu gehen. Doch Wück weiß, dass man nicht immer sein volles Potential abrufen kann – der Wille zählt.

Besonders hervorzuheben ist dabei das Vertrauen in die junge Garde. Carlotta Wamser, die auf der rechten Abwehrseite voraussichtlich zum Einsatz kommt, wird von Wück überschwänglich gelobt: “Ich bin ein ganz großer Fan von Carlotta. Sie legt sowohl im Training als auch in den Spielen einen unheimlichen Willen an den Tag.” Auch wenn ihr manchmal noch die nötige Cleverness fehlt, so ist ihre Einstellung für den Coach eine wahre Freude.

Personelle veränderungen und die konkurrenz

Personelle veränderungen und die konkurrenz

Personell kündigt Wück bereits einige Wechsel in der Startformation an, da “zwei, drei Spielerinnen ziemlich müde sind, auch muskuläre Probleme haben”. Rebecca Knaak, die Innenverteidigerin, droht auszufallen, was Camilla Küver und Jella Veit die Chance gibt, in die Bresche zu springen. Die Konkurrenz im Team ist groß und das spornt die Spielerinnen an, ihr Bestes zu geben.

Vivien Endemann, Flügelspielerin und Torschützin im Hinspiel, erwartet ebenfalls ein enges Spiel: “Wir erwarten, dass sie wieder einen tiefen Block stellen werden, aber natürlich im Heimspiel auch ihre Akzente nach vorn setzen wollen.” Ein weiterer Treffer für sie wäre der vierte im vierten Spiel – ein Beweis für ihre beeindruckende Form.

Die Ausgangslage ist klar: Deutschland will die WM-Qualifikation souverän abschließen. Wück setzt auf taktische Schärfung, Eigenverantwortung und den unbedingten Willen seiner Spielerinnen. Am Samstag wird sich zeigen, ob die Strategie aufgeht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht nur im Ballbesitz, sondern im unbedingten Kampfgeist.