Wrestlemania 42: oba femi fordert brock lesnar heraus – das ende einer ära?
Als hätte Las Vegas selbst die Bombe platziert, zündete Oba Femi am Montagabend in der TD Garden den Funken, der Brock Lesnars letzte WrestleMania-Saga entzünden könnte. Der Nigerianer, erst seit Januar auf dem Hauptkader, schmetterte den „Beast Incarnate“ mit dem Fall from Grace in die Matte und deutete anschließend auf das Riesenplakat von WrestleMania 42. Sekunden später twitterte WWE das Match offiziell – und die Sportwelt fragt sich: Wird der 48-Jährige in der Nacht vom 18. auf den 19. April tatsächchlich seine letzte Große bestreiten?
Der royal rumble war erst der appetizer
Die Kerze für dieses Feuer hat WWE schon Ende Januar angezündet. Beim Royal Rumble eliminierte Femi fünf etablierte Namen – Bron Breakker, Rey Mysterio, Chad Gable und zwei weitere –, ehe Lesnar wie ein Abendgewitter in die Ringecke einschlug und den Rookie stoppte. Backstage hieß es danach, die Company habe sich für ein „Generationen-Duell“ entschieden: 27 Jahre gegen 48, 140 Kilo athletische Rohkraft gegen 130 Kilo erprobte Bestie. Die Rechnung: Ein Sieg Femis würde den neuen Monster-Heel kronen – ein Sieg Lesnars könnte dessen Abschiedskrönung werden, bevor er nach Minnesota zurückkehrt.
Die Rechnung traf ein, doch mit einem Twist. Paul Heyman versuchte Montagabend, Seth Rollins mit seinem Klienten zu erledigen, doch Rollins‘ Security-Armee hielt Lesnar auf, bis Femi’s Theme erscholl. Was folgte, war keine zehnminütige Ankuündigung, sondern ein Statement ohne Mikro: Femi hob Lesnar hoch, drückte ihn zweimal wie einen Sack Zement und nagelte ihn mit dem Last-Ride-Style-Finisher nieder. Die Crowd skandierte „O-ba! O-ba!“ – einst Goldbergs Refrain, jetzt sein eigenes.

Die summe der spekulationen
Interne Planungslisten, die Sport1 vorliegen, nennen SummerSlam in Minneapolis als mögliche Exit-Station für Lesnar. Das Match gegen Femi gilt als Initialzündung: Ein Verlust würde den jungen Nigerianer als „Beast Slayer“ etablieren und WWE erlauben, das Narrativ des „Passing of the Torch“ zu verkaufen – ganz so, wie Lesnar 2014 den Undertaker begrub und dessen Aura übernahm. Die Parallelen sind offensichtlich: Auch damals war der Sieger jünger, schwerer, schneller – und hungriger.
Femi selbst schwieg nach RAW, doch sein Blick war Programm. Lesnar schleppte sich zur Rampe, blutete aus der Lippe und starrte zurück – keine Show, keine Grimasse, nur das kalte Eingeständnis, dass die Uhr tickt. Die WrestleMania-Storyline wird in den nächsten drei Wochen mit Promo-Duellen und einem möglichen Contract-Signing aufgeheizt. Die Frage bleibt, ob das Unternehmen seinen langjährigen Topverdiener tatsächlich zum zweiten Mal als Opfer nutzt – oder ob Lesnar mit einem letzten F-5 alles umreißt und die Pläne zerbröselt.
Die Antwort steht am 19. April in der Allegiant Stadium-Nacht. Bis dahin wird die Sportwelt zwei Namen buchstabieren: Oba Femi – und das Ende einer Legende.
