Wolfsburg zittert vor dem horror-abstieg – hecking soll bauer beerben
Der VfL Wolfsburg steht mit dem Rücken an der Wand. Nach der 0:4-Demütigung in Stuttgart rückt ein erstmaliger Bundesliga-Abstieg in greifbare Nähe – und mit ihm der Ruf nach einem Nothelfer. Laut kicker laufen hinter den Kulissen schon die Protokolle: Dieter Hecking soll die Wölfe aus dem freien Fall reißen.
Die bisherige bilanz von daniel bauer
Nur acht Punkte aus 14 Spielen. Kein Sieg seit sieben Partien. Die Tordifferenz: 9:24. Die Zahlen sind ein offener Brief an die Geschäftsführung. Daniel Bauer selbst klingt wie ein Mann, der das Ende kommen sieht: „Ich hoffe, dass ich die Mannschaft weiterhin coachen darf“, sagte er nach dem Debakel im Mercedes-Benz-Stadion – ein Satz, der mehr Resignation als Selbstbewusstsein transportiert.
Die Entscheidung fällt am Wochenende. Gegen den Hamburger SV muss gewonnen werden, sonst ist Bauer Geschichte. Die Alternative steht bereit: Hecking, 61, Pokalsieger von 2015 mit den Niedersachsen, zuletzt bei Bochum entlassen, aber mit Wolfsburg-Erfahrung und der Aura des Retters.

Warum hecking und warum jetzt
Die innerhalb zehn Tage zweite Trainer-Rauswurf würde die fragile Struktur des Klubs weiter erschüttern. Doch die Angst vor dem finanziellen Desaster Zweite Liga übertrumpft alle Bedenken. Die TV-Gelder sinken, die Sponsoren drücken auf die Tube, die Fans skandieren schon „Erstmal Klasse, dann Liga“. Ein Abstieg würde die VfL-Aktiengesellschaft um rund 30 Millionen Euro jährlich treffen.
Intern brodelt es. Kapitän Maximilian Arnold sprach von einem „kranken Verein“, Sportdirektor Marcel Schäfer musste nach Stuttgart die Fans beschwichtigen. Die Kabine ist gespalten: Die eine Hälfte schwört auf Bauer, die andere wartet auf die Lebensversicherung Hecking.
Die Uhr tickt. Am Samstag um 15:30 Uhr steht der Nord-Duell-Knaller im Volksparkstadion an. Ein Sieg würde Bauer vielleicht noch eine Woche verschonen. Eine Niederlage würde die Hecking-Pressekonferenz zur Formsache machen. Die Wölfe jagen das letzte Strohhalm-Spiel ihrer Saison – und der Trainer weiß: „Wenn wir nicht gewinnen, bin ich weg.“
Die Liga schaut nach Wolfsburg. Die Frage ist nicht mehr, ob der Trainer gewechselt wird, sondern wann. Und ob Dieter Hecking tatsächlich der Mann ist, der aus der Asche eine Europa-League-Mannschaft formt – oder nur die letzte Fahrt in den Abstieg verzögert.
