Wolfsburg patzt: relegation-hoffnungen von paderborn leben!
Ein Fehlstart in die Relegation: Der VfL Wolfsburg hat im eigenen Stadion eine wichtige Gelegenheit verpasst, die Entscheidung um den Klassenverbleib vorzeitig zu klären. Gegen den SC Paderborn endete das Hinspiel mit einem müden 0:0, das die Wolfsburger Fans enttäuschte und den Gästen neue Hoffnungsschimmer bescherte.

Seimen vereitelt wolfsburger angriffe
Die Partie begann vielversprechend für Paderborn, als Castaneda in der neunten Minute eine gute Chance aus kurzer Distanz vergeben hatte. Ein medizinischer Notfall im Stadion unterbrach kurzzeitig das Spielgeschehen und führte dazu, dass beide Fanlager vorübergehend auf ihre Unterstützung verzichteten – eine merkwürdige Stille legte sich über die VW Arena.
Wolfsburg versuchte zwar, das Spiel zu kontrollieren, doch die Offensive wirkte lange Zeit ideenlos. Vor allem Dennis Seimen, der auf Leihbasis vom VfB Stuttgart kommt und möglicherweise in Zukunft die neue Nummer eins in Stuttgart werden soll, hielt die Paderborner Abwehr mit herausragenden Paraden gegen Daghim (32.) und Eriksen (43.) stand. Seimen bewies, dass er trotz seines jungen Alters (20 Jahre) bereits eine beeindruckende Reife an den Tag legt.
Die Tabelle lügt nicht: Wolfsburg hatte sich durch die Leistungen von Dieter Hecking, der erst am 26. Spieltag übernahm, überhaupt erst in die Relegation gerettet. Doch gegen die mutig und gut organisiert auftretenden Paderborner offenbarte das Hecking-Team nun Risse.
Auch in der zweiten Hälfte war es Seimen, der mehrfach sein Können unter Beweis stellte. In der Schlussphase verhinderte er durch eine Glanzparade den möglichen Auswärtssieg der Gäste, als Bilbijas Lupfer nur knapp über die Torlinie geklärt werden konnte. Derweil sah Paderborns Verteidiger Sticker in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte – eine bittere Pille für die Ostwestfalen, die aber letztlich nicht ihre Aufstiegsambitionen zunichte machte.
Die Entscheidung fällt nun am Montagabend in Paderborn. Was bedeutet das für die Zukunft? Für Paderborn ist alles noch möglich, und der Traum von der Rückkehr in die Bundesliga lebt weiter. Wolfsburg hingegen muss sich nun am Montag beweisen, wenn es darum geht, den knappen Vorteil aus dem Hinspiel zu verteidigen und den Abstieg zu verhindern. Der Druck ist jetzt enorm, und die Wolfsburger Fans bangen um ihre Mannschaft.
