Wnba kippt gehaltsobergrenze: millionen-deals für top-starst ab sofort möglich
Die WNBA hat ihren Tarifkrieg über Nacht in eine Goldgrube verwandelt. Mit dem siebenjährigen Kollektivvertrag, den Liga und Spielergewerkschaft am Freitag in New York präsentierten, springt die Gehaltsobergrenze der Teams von 1,5 auf 7 Millionen US-Dollar – ein Vierfacher in einem einzigen Schwung. Erstmals können Basketballerinnen in der nordamerikanischen Profiliga Verträge über eine Million unterschreiben, ohne auf Sponsoren oder Nebeneinkünfte angewiesen zu sein.
Die zahl, die alle sprachlos macht: 367 prozent mehr spielraum
Commissioner Cathy Engelbert nannte den Deal einen „Meilenstein für den gesamten professionellen Frauensport“. Das ist keine PR-Phrase. Die Maximalsumme pro Spielerin steigt auf 1,4 Millionen, doch das ist nur die Untergrenze eines Modells, das ab 2026 an den Umsätzen koppelt. Je mehr Tickets, TV-Gelder und Merchandise fließen, desto höher schießt die Cap – ohne Obergrenze. Die Spielerinnen erhalten damit das, was ihre NBA-Kollegen seit Jahrzehnten kennen: unbegrenzte Upside.
Die WNBPA hatte Engelbert noch vor Wochen öffentlich „Fahrlässigkeit“ vorgeworfen, weil die Liga die Verhandlungen aufscheben ließ. Nach der Einigung in der Hotel-Lobby von Midtown küssten sich Feindbild und Gewerkschaftsleitung demonstrativ auf die Wangen. Breanna Stewart, Vizepräsidentin und Finals-MVP mit den New York Liberty, versprach: „Jede bekommt, was sie verdient – und noch mehr.“

Deutsche profis profitieren – sabally und fiebich dabei
Mit Nyara Sabally und Leonie Fiebich stehen zwei Nationalspielerinnen unter Vertrag, die bereits jetzt in den Genuss der neuen Regelung kommen. Ihre Agenten dürften die Telefone nicht mehr stillstehen lassen. Denn der Vertrag enthält noch eine zweite Bombe: erlaubt Teams künftig zwei zusätzliche Über-Cap-Slots, genannt „Franchise Player Exemptions“. Wer also zwei Superstars binden will, kann das – wenn der Umsatz mitspielt.
Die formelle Ratifizierung durch die 144 stimmberechtigten Spielerinnen gilt als Formsache. Die Saison beginnt planmäßig am 8. Mai, doch schon jetzt ist klar: die WNBA verlässt nach 30 Jahren ihr Jugendzimmer und zieht in die Etage der Milliardenliga ein. Die nächste TV-Rechte-Verhandlung wird zeigen, ob die Networks bereit sind, für das neue Produkt Premium-Preise zu zahlen. Die Spielerinnen haben ihre Karten ausgespielt – und gewonnen.
