Wnba beendet lohn-klage: gehaltsobergrenze verfünffacht

Die WNBA hat sich selbst umgeschrieben. Nach 14 Monaten Poker zwischen Liga und Spielergewerkschaft steigt die Salary Cap von 1,5 Millionen Dollar auf sieben Millionen, der Mindestlohn springt von 66 000 auf über 300 000 Dollar und die Spielerinnen kassieren künftig rund 20 Prozent der Gesamteinnahmen – statt bisher magerer neun. Der Vertrag gilt ab 18. Mai, dem Auftakt der 30. Saison.

Stewarts wort, das die liga bebte

„Revolutionär“, sagte Breanna Stewart, Vizechefin der WNBPA und zweimalige MVP. Das klingt nach PR-Sprech, ist aber eine Drohung ans alte System. Denn der Deal zwingt jeden Klub, echte Investitionen statt Zuschüsse zu budgetieren. Die Golden State Valkyries, Debütantin mit Cecilia Zandalasini, haben schon vorgelegt: 22 Heimspiele, 22 Mal ausverkauft – Rekord, der jetzt zum Regelbetrieb mutiert.

Die Quelle des Geldes ist längst bekannt. Disney, NBC und Amazon zahlen 2,2 Milliarden Dollar für elf Jahre TV-Rechte. Die Frage war nur, wer die Kohle bekommt. Nun ist klar: Die Athletinnen, ohne deren Sprints und Dreier niemand einschalten würde, kassieren erstmals eine echte Beteiligung. Portland Fire und Toronto Tempo, die beiden Expansion-Teams 2026, müssen diese Staffelung sofort erfüllen – keine Übergangsfrist, kein Alibi.

Mutterpause statt motelstuhl

Mutterpause statt motelstuhl

Mit im Paket: sechsmonatiger Erziehungsurlaub, eigene Wohnungen statt Couchsurfing und ein versicherter Gesundheitsfonds, der bislang nur für NBA-Kollegen existierte. Die Saison wird auf 40 Spiele plus Playoffs gedehnt, was die TV-Partner freut und die Physiotherapeuten fordert. Die Gewerkschaft hat sich durchgerungen, dass Bonuszahlungen nicht mehr an Sammelklauseln gekoppelt sind – ein Detail, das Agenturen bereits als „Jahresgehalt-Light“ deklassieren.

Die Liga reagiert mit erhöhten Strafen für Salary-Cap-Umgehungen. Wer versucht, Sponsorenverträge über Drittfirmen zu tunneln, fliegt für zwei Jahre aus der Free-Agent-Liste. Hart, aber nötig. Denn die nächste Verhandlungsrunde steht 2030 an, und die Spielerinnen haben begriffen: Macht entsteht nur, wenn man sie vorher schon ausübt.

Am 8. Mai beginnt die Saison, doch der eigentliche Startschuss fiel heute. Die WNBA hat ihren Sparkurs beendet – und die Sportwelt schaut nun auf ein Produkt, das endlich so professionell bezahlt wie gespielt wird.