Wm-titel nur für auserwählte: diese außenseiter könnten 2026 den stern klauen
50 Tage noch, dann rollt in den USA, Kanada und Mexiko der Ball – und die Wettbüros haben bereits einen klaren Favoritenkreis gezogen. Doch hinter den üblichen Verdächtigen schlummern jene Teams, die sich endlich den Stern auf die Brust heften wollen. Portugal, Kolumbien, Marokko: drei Kontinente, eine gemeinsame Sehnsucht.
Portugal setzt auf ronaldo’s letzten tanz
Die Quote 6,00 bei Tonybet zeigt: Wer auf Cristiano Ronaldo’s Abschiedswerk wettet, bekommt kein Geschenk. Die Gruppe mit Kongo, Usbekistan und Kolumbien ist auf dem Papier machbar, doch der EM-Sieger von 2016 weiß, dass eine WM ganz andere Gesetze hat. Seit dem Halbfinale 2006 wartet das Land auf den großen Sprung. Mit Bruno Fernandes, Bernardo Silva und dem wiedererstarkten João Félix soll diesmal nicht nur Halbzeit sein.
Die Niederlande (9,00), Norwegen (13,00) und Belgien (15,00) werden Europas zweite Garde genannt, doch ihre jüngsten Turnier-Ausflüge endeten in Desaster. Die Oranje verpassten 2018 komplett, die Roten Teufel zerstritten sich öffentlich. Wer zählt, ist die Form – und die ist bei allen drei unsichtbar.

Kolumbien brennt auf revanche nach qatar-pleite
21,00 – das ist für viele Südamerikaner eine Beleidigung. Kolumbien ist frisch Copa-América-Zweiter, Luis Díaz spielt sich bei Liverpool in Weltklasse-Form und James Rodríguez erinnert in Brasilien wieder an den Spielmacher von 2014. Das Viertelfinale vor zehn Jahren war erst der Anfang. Wer die Cafeteros aufschreibt, ignoriert ihre Serie von 24 Spielen ohne Niederlage.
Ecuador mischt mit derselben Quote (21,00) ebenfalls im Sauerstoffarmen mit. Die Tricolors haben keine Angst vor Höhen, schon gar nicht vor Gegnern wie Jamaika oder dem Iran. Ihr Geheimnis: eine Defensive, die in der Quali nur 19 Gegentore kassierte – weniger als Brasilien und Argentinien zusammen.

Marokko will afrika’s sternenhimmel erweitern
Die Wüstenfüchse haben Geschichte geschrieben in Katar, jetzt wollen sie sie umschreiben. Mit 21,00 liegt Marokko gleichauf mit Kolumbien – und das, obwohl die Gruppe mit Brasilien, Haiti und Schottland ein Minenfeld ist. Aber wer Walid Regragui’s Mannschaft kennt, weiß: Sie lieben es, wenn alle gegen sie sind. Achraf Hakimi, Noussair Mazraoui, Sofyan Amrabat – alles Spieler, die europäische Top-Clubs auf Trab halten. Dazu kommt die Frische von Copa-Africa-Sieger Senegal (51,00), der in Frankreich, Irak und Norwegen ebenfalls kein Geschenkkorb erhält.
Afrika wartet seit 1930 auf einen WM-Titel. Die Uhr tickt lauter als je.
Japan jagt den kontinental-bonus
26,00 – für eine Nation, die nie über das Achtelfinale hinauskam, klingt das verwegen. Doch schaut man auf die Kaderliste, wird klar: Diese Japaner spielen nicht in der J-League, sondern in der Premier League, der Bundesliga, der Serie A. Takefusa Kubo zieht bei Real Sociedad die Fäden, Wataru Endo regiert bei Liverpool das Mittelfeld. Die Gruppe mit den Niederlanden, Schweden und Tunesien ist kein Selbstläufer, aber auch kein Albtraum. Fehlt nur noch die Killer-Instanz vor dem Tor. Wenn Kyogo Furuhashi oder Ayase Ueda ihre Chancen nutzen, fliegt früher oder später der erste asiatische Stern über den atlantischen Ozean.
Die Geschichte lehrt: Wer den Favoritenkranz sprengt, braucht nicht nur Talent, sondern den richtigen Moment. Brasilien, Argentinien, Deutschland, Italien, Frankreich, Uruguay, England, Spanien – acht Namen, acht Mal Macht. Der neunte wird nicht von der Hand Gottes kommen, sondern von der rechten Fußspitze eines Unbeirrten. Die Uhr läuft. Die Quoten sind gesetzt. Der Rest ist Fußball – und der hasst Prognosen.
