Wm-drama: iranische fußballstars stecken im visaknoten!
Nur wenige Tage vor dem WM-Start droht ein Desaster für das iranische Nationalteam: Die Spieler sitzen offenbar noch immer auf ihren US-Visa fest. Ein entscheidendes Treffen mit der FIFA soll nun Klarheit bringen – doch die Zeit drängt.
Verbandschef taj: „garantien von der fifa gefordert“
Mehdi Taj, der Präsident des iranischen Fußballverbands, äußerte am Donnerstag seine Besorgnis. „Morgen oder übermorgen werden wir ein entscheidendes Treffen mit der FIFA haben. Sie müssen uns Garantien geben, denn das Visaproblem ist noch immer nicht gelöst“, so Taj gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Die Situation ist angespannt: Bislang wurden keine Visa für die Spieler ausgestellt, und es gibt keine Informationen darüber, wer bereits eine Genehmigung erhalten hat.
Das Verfahren gestaltet sich kompliziert. Die Spieler sollen ursprünglich ihre Fingerabdrücke in der türkischen Hauptstadt Ankara abgeben müssen. „Aber wir versuchen zu arrangieren, dass dies in Antalya erledigt wird, damit keine Reise nach Ankara nötig ist“, erklärte Taj. Ein unnötiger Umweg, der wertvolle Zeit kostet.

Konflikte und politische hürden belasten die wm-teilnahme
Die komplizierte Lage ist eng mit den politischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA verbunden. Seit dem 28. Februar befindet sich der Iran im Konflikt mit den USA und Israel. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Teheran und Washington sind seit 1980 vollständig abgebrochen. Diese anhaltende Feindschaft wirft einen langen Schatten auf die WM-Teilnahme des Iran.
US-Außenminister Marco Rubio hatte zwar betont, dass iranische Spieler willkommen seien, schloss aber Einreiseverbote für Delegationsmitglieder mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden nicht aus. Diese Aussage unterstreicht die politische Brisanz der Situation und die Unsicherheit, die über dem iranischen Team schwebt.
Das iranische Team hatte sein Trainingslager ursprünglich in Tucson, Arizona, geplant. Das erste WM-Spiel gegen Neuseeland ist für den 15. Juni in Los Angeles angesetzt. Weitere Gruppengegner sind Belgien und Ägypten. Die Verabschiedungszeremonie in Teheran am Mittwoch wirkte angesichts der aktuellen Visa-Probleme fast wie ein Abschied in Ungewissheit.
Die FIFA steht nun vor der Herausforderung, eine schnelle und unbürokratische Lösung zu finden, um die Teilnahme des Iran an der WM nicht zu gefährden. Denn eines ist klar: Die politische Dimension dieses Falls geht weit über denSport hinaus und könnte die Glaubwürdigkeit des internationalen Fußballverbands nachhaltig beschädigen. Die Spieler und Fans warten gespannt auf eine positive Entscheidung – die Zeit läuft.
