Wm 2026 in gefahr? gewalteskalation in mexiko nach drogenboss-tötung

Wm 2026 in gefahr? gewalteskalation in mexiko nach drogenboss-tötung

Nur rund 100 Tage vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 (11. Juni bis 19. Juli) wächst die Sorge um die Sicherheit in Mexiko. Die Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio “El Mencho” Oseguera Cervantes durch das mexikanische Militär hat eine Welle der Gewalt ausgelöst, die die Austragung des Turniers in Frage stellt. Am vergangenen Sonntag kam es Berichten zufolge in 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten zu gewalttätigen Ausschreitungen.

Ausschreitungen in guadalajara und warnungen für reisende

Besonders betroffen ist der Bundesstaat Jalisco, dessen Hauptstadt Guadalajara vier WM-Spiele ausrichten soll. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Mexiko haben dringende Warnungen herausgegeben. Reisende werden aufgefordert, sichere Orte wie Hotels nicht zu verlassen und Menschenansammlungen sowie Orte mit Polizeieinsätzen zu meiden. Bei einer Straßensperre sollte man nicht widerstehen oder fliehen.

Betroffene teams und spielorte

Betroffene teams und spielorte

In Guadalajara sollen unter anderem Spiele der Europameister Spanien, Mexiko und Südkorea stattfinden. Das Stadion bietet Platz für rund 46.000 Zuschauer. Auch die Nationalmannschaften Südkorea und Kolumbien planen ihr Quartier in Guadalajara aufzuschlagen, während Uruguay und Portugal andere Orte in Mexiko bevorzugen.

Dfb-team spielt nicht in mexiko

Das deutsche Nationalteam wird seine Vorrundenspiele ausschließlich in den USA bestreiten. Neben Guadalajara sind auch Mexiko City und Monterrey als weitere Spielorte in Mexiko vorgesehen. In Mexiko City findet das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika statt.

Spielabsagen in der mexikanischen liga

Die Gewalteskalation hat bereits zu Spielabsagen in den Top-Ligen Mexikos geführt, darunter in Queretaro. Dort sollte die mexikanische Nationalmannschaft am Mittwochabend ein Testspiel gegen Island bestreiten, dessen Durchführung nun fraglich ist. Die Sicherheitslage stellt eine erhebliche Herausforderung für die Organisatoren der WM dar.

Hintergrund: sorge um drogenhandel und sicherheit

Bereits vor der aktuellen Eskalation gab es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in Mexiko im Zusammenhang mit dem Drogenhandel. Berichte über die Einmischung kolumbianischer Drogenhändler in das WM-Geschehen hatten für zusätzliche Sorge gesorgt. Die Regierung Mexikos steht nun unter Druck, die Sicherheit während des Turniers zu gewährleisten.

Blatters kritik an infantino und trump

Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter kritisierte kürzlich den aktuellen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in scharfer Weise. Details zu dieser Kritik finden Sie in einem separaten Artikel.

Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu beurteilen, ob die Sicherheitslage in Mexiko sich entspannt und die WM 2026 wie geplant durchgeführt werden kann. Wir werden Sie weiterhin über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.