Alemannia aachen im aufwind: selimbegovic warnt vor selbstzufriedenheit

Alemannia aachen im aufwind: selimbegovic warnt vor selbstzufriedenheit

Die Alemannia Aachen hat sich eindrucksvoll von den Abstiegsplätzen der 3. Liga distanziert und blickt mit neuem Selbstvertrauen in die Zukunft. Nach einem schwierigen Start ins neue Jahr, inklusive einer enttäuschenden 0:3-Niederlage gegen den VfL Osnabrück, hat das Team von Trainer Mersad Selimbegovic eine bemerkenswerte Trendwende vollzogen.

Der tiefpunkt und der aufschwung

Der Fehlstart nach der Winterpause sorgte für Besorgnis. Sechs Spiele in Folge ohne Sieg ließen die Alemannia auf einem direkten Abstiegsplatz überwintern. Doch die Mannschaft hat den Frust in positive Energie umgewandelt. Seit vier Spielen ist die Alemannia ungeschlagen. Der 3:1-Sieg in Ulm war dabei ein entscheidender Schritt, der den Abstand zur Abstiegszone auf komfortable fünf Punkte erhöhte.

Der schlüssel zum erfolg

Der schlüssel zum erfolg

Der 3:2-Sieg bei der TSG Hoffenheim II am 21. Spieltag brachte die erhoffte Befreiung. Der Punktgewinn beim TSV 1860 München bestätigte den positiven Trend. Selbst das unglückliche 3:3 gegen Rot-Weiss Essen, in dem Aachen in der Schlussphase noch eine 3:1-Führung verspielte, konnte den Aufwärtstrend nicht stoppen. In Ulm zeigte die Alemannia eine starke Leistung und stellte den Gegner vor große Probleme.

Lob von trainer und gegner

Lob von trainer und gegner

„Aachen hat uns hoch gepresst, wir haben nicht verstanden, wie wir damit umgehen sollen“, gestand SSV-Coach Pavel Dotchev gegenüber MagentaSport. Lars Gindorf nutzte die Ratlosigkeit der Ulmer mit seinem 16. Saisontor. Faton Ademi erhöhte in der 75. Minute auf 3:0 und besiegelte die Vorentscheidung.

Selimbegovic: „ich war immer sicher“

Selimbegovic: „ich war immer sicher“

Auch Trainer Mersad Selimbegovic äußerte sich optimistisch: „Ich war immer sicher, dass wir die Klasse halten.“ Er betonte die Bedeutung des Sieges in Ulm, der dem Team Selbstvertrauen gegeben habe. Entscheidend sei, dass die Mannschaft immer besser im Kollektiv verteidige und Fußball spiele. Der Trainer ärgerte sich jedoch darüber, dass es nicht zu Null gespielt habe, zeigte aber dennoch Freude über die jüngsten Erfolge.

Warnung vor selbstzufriedenheit

Trotz des Aufschwungs warnte Selimbegovic vor Selbstzufriedenheit: „Es gibt überhaupt keinen Grund, einen Millimeter weniger zu machen und nicht vorsichtig zu sein. Wir müssen mehr wollen, mehr arbeiten und mehr investieren. In dieser Liga kann es schnell gehen. Wenn du 0,1 Prozent weniger investierst, kann dich das richtig kosten.“ Er ergänzte, dass er kein Trainer mehr sein wolle, wenn seine Mannschaft nachlässt.

Nächster gegner: sc verl

Am Samstag empfängt die Alemannia den SC Verl, den Tabellenzweiten, im Tivoli. Dieses Spiel wird eine weitere Herausforderung für das Team von Mersad Selimbegovic darstellen. Dort können auch kleine Details den Unterschied ausmachen. Die Alemannia muss weiterhin konzentriert und engagiert bleiben, um den positiven Trend fortzusetzen und das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.