Vfc plauen: aufholjagd im gange – kann der regionalliga-absteiger überraschen?

Der VFC Plauen hat in der Oberliga NOFV-Süd für Furore gesorgt. Nach den Siegen gegen Freital und Stahnsdorf am Osterwochenende scheint der Aufstiegsrennen ernst zu machen. Doch Trainer Norman Zschach warnt vor zu großem Enthusiasmus – die Liga ist noch lang.

Ein neuer wind in plauen

Die Mannschaft um den treffsicheren Tyron Profis (zehn Saisontore) präsentiert sich in beeindruckender Form. Gerade die jüngsten Erfolge, die lediglich die Pokal-Pleite gegen Riesa unterbrochen haben, lassen den Schluss ziehen, dass ein neuer Teamgeist im Vogtlandkreis Einzug gehalten hat. Nach einer durchwachsenen Hinrunde hat der Absteiger aus der Regionalliga aufholt und die Distanz zu den Top-Teams Stahnsdorf (51 Punkte), Freital (49 Punkte) und Halberstadt (43 Punkte) deutlich verkleinert. Drei Spiele hat Plauen noch gegenüber Freital und zwei gegenüber Stahnsdorf und Halberstadt zur Verfügung, um den Anschluss weiter zu verfestigen.

Norman Zschach, der im Januar das Traineramt übernahm, scheint mit seiner ruhigen Art und taktischen Flexibilität das Team zu Höchstleistungen anzuspornen. “Es war ein wichtiger Punkt in der Winterpause, den Spielern das Gefühl zu geben, dass sie Fußball spielen können, aber dass sie mehr als Team zusammenarbeiten müssen”, erklärte er kürzlich. Die Mannschaftsziele wurden neu definiert und mit gemeinsamen Abenden und lockeren Trainingsformen die Bindung gestärkt.

Taktische anpassungen und spielerische freiheit

Taktische anpassungen und spielerische freiheit

Besonders auffällig war die taktische Flexibilität Zschachs, insbesondere der Wechsel zur 3-5-2-Formation gegen Freital. “Wenn wir selbst das Spiel gemacht haben, war auffällig, dass es viele Kontersituationen gegen uns gab, die dann zu einfachen Gegentoren führten”, so der Trainer. Diese Anpassung stabilisierte nicht nur die Defensive, sondern ermöglichte es auch, das Zentrum effektiver zu besetzen. Trotzdem betont Zschach die Bedeutung der Individualität: “Natürlich gibt es immer eine Grundformation. Aber die Spieler müssen am Ende auf dem Platz Entscheidungen treffen und da auch flexibel sein. Man kann nicht alles von außen vorgeben.”

Die kommenden Aufgaben werden alles andere als einfach. Drei Auswärtsspiele in Glauchau, Bautzen und Grimma innerhalb von nur sieben Tagen stellen die Mannschaft vor eine enorme Herausforderung. Doch der VFC Plauen scheint bereit, diese zu meistern. Der Fokus liegt auf der Konzentration und der Bereitschaft, in jedem Spiel 110 Prozent zu geben. Die Bilanz von 16 Punkten aus sechs Spielen – eine Quote, die in der Liga ihresgleichen sucht – spricht für sich.

Die aufholjagd des VFC Plauen ist mehr als nur eine Serie; es ist ein Zeichen des neu gewonnenen Selbstvertrauens und der Entschlossenheit. Ob der Regionalliga-Absteiger tatsächlich noch die Spitze angreifen kann, wird die kommenden Wochen zeigen. Aber eines ist klar: Die Oberliga NOFV-Süd hat einen neuen, aufstrebenden Konkurrenten bekommen – und die Liga sollte sich warm anziehen.