Transferfenster geschlossen: rekordzahlen und überraschende entwicklungen
- Transferfenster geschlossen: rekordzahlen und überraschende entwicklungen
- Rekord bei internationalen transfers
- Sparsame klubs trotz steigender gesamtausgaben
- Internationale transferbilanz: wer investiert, wer profitiert?
- Vertragslose spieler dominieren
- Rekorde auch im frauenfußball
- Weitere aktuelle themen
Transferfenster geschlossen: rekordzahlen und überraschende entwicklungen
Das Wintertransferfenster in den meisten Ligen ist nun offiziell geschlossen. Es ist an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Erneut wurden Rekorde gebrochen, allerdings nicht in Bezug auf die finanziellen Ausgaben, wie die aktuellen FIFA-Statistiken zeigen. Die Rückkehr von Lucas Paqueta zu Flamengo sorgte dabei nicht nur in Brasilien für Aufsehen.
Rekord bei internationalen transfers
Die FIFA bestätigte am Donnerstag, dass im vergangenen Transferfenster im Männerprofifußball insgesamt 5.973 internationale Transfers getätigt wurden. Das ist eine neue Bestmarke – ein Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2025. Für Deutschland wurden 133 Zu- und 129 Abgänge verzeichnet, was ein relativ ausgeglichenes Verhältnis darstellt. Zu beachten ist, dass diese Zahlen sich ausschließlich auf internationale Transfers beziehen. Nationale Transfers, die Experten zufolge in der Regel um den Faktor 2 bis 2,5 höher sind, sind hier nicht enthalten.

Sparsame klubs trotz steigender gesamtausgaben
Weltweit zeigten sich die Vereine insgesamt etwas zurückhaltender. Es wurden zwar über 1,65 Milliarden Euro ausgegeben, jedoch rund 18 Prozent weniger als im Januar 2025 (2,37 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Januar 2023 (1,36 Milliarden Euro) sind die Ausgaben jedoch immer noch um über 20 Prozent gestiegen.

Internationale transferbilanz: wer investiert, wer profitiert?
Die englischen Klubs führen bei den Ausgaben für Transferentschädigungen mit rund 308 Millionen Euro die Liste an, gefolgt von Italien (240 Mio. Euro), Brasilien (153 Mio. Euro), Deutschland (107 Mio. Euro) und Frankreich (102 Mio. Euro). Bei den Einnahmen liegt Frankreich mit 185 Millionen Euro vorne, gefolgt von Italien (148 Mio. Euro), Brasilien (131 Mio. Euro), England (127 Mio. Euro) und Spanien (118 Mio. Euro). Nach Deutschland flossen lediglich49,7 Millionen Euro.

Vertragslose spieler dominieren
Der Großteil der Transfers betraf vertragslose Spieler. Von insgesamt 3.564 Transfers machten diese 59 Prozent aus. Der Rest verteilte sich auf Leihgaben (1.413 Transfers, 24 Prozent) und dauerhafte Transfers (996, 17 Prozent).

Rekorde auch im frauenfußball
Auch im Frauenfußball wurden Rekorde gebrochen. Erstmals haben Klubs für internationale Transfers in einem Wintertransferfenster mehr als 8,5 Millionen Euro gezahlt, was einem Wachstum von satten 85 Prozent im Vergleich zum alten Rekord vom Januar 2025 entspricht. Insgesamt gab es im Frauenfußball bei den Profis mehr als 420 internationale Transfers, das waren sechs Prozent weniger als im Januar 2025. Auch hier dominierten die englischen Klubs.

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