Frauen-bundesliga sagt dfb-plänen fürs joint venture vorerst nein

Wichtige weichenstellung für die frauen-bundesliga

Die Frauen-Bundesliga FBL e. V. hat auf ihrer ersten Mitgliederversammlung eine klare Position bezogen: Die Pläne des DFB für ein gemeinsames Joint Venture wurden vorerst abgelehnt. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Moment in der Entwicklung der höchsten deutschen Spielklasse im Frauenfußball. Die 14 Vereine der Liga hatten in den vergangenen Monaten intensiv über eine engere Zusammenarbeit mit dem Verband diskutiert, nun aber einen anderen Weg eingeschlagen.

Die ablehnung des joint ventures – gründe und hintergründe

Die ablehnung des joint ventures – gründe und hintergründe

Die Vereine sehen die Rahmenbedingungen und Positionen, die der DFB vorgelegt hatte, als nicht ausreichend an. Laut einer Pressemitteilung von Eintracht Frankfurt, formuliert durch Katharina Kiel, Verbandspräsidentin der FBL, muss die Zukunft der Liga vor allem von den Klubs gestaltet werden. Diese tragen die Hauptlast der Investitionen und Umsetzung und benötigen dafür klare Verantwortlichkeiten und Entscheidungsfreiheit. Es geht darum, Wachstum zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Kiels klare botschaft: klubs im fokus

Kiels klare botschaft: klubs im fokus

„Für uns ist entscheidend: Die Zukunft der Frauen-Bundesliga muss dort gestaltet werden, wo der sportliche und wirtschaftliche Motor liegt – bei den Klubs“, betonte Kiel. Die Vereine sehen sich als die treibende Kraft hinter der Weiterentwicklung der Liga und wollen diese Rolle auch in Zukunft ausfüllen. Das bedeutet mehr Eigenverantwortung in Bereichen wie Vermarktung, Kommerzialisierung und Infrastruktur.

Positive aspekte des prozesses

Trotz der Ablehnung des Joint Ventures betont die FBL, dass der Prozess an sich wertvoll war. „Auch wenn wir nicht den Weg in eine Zusammenarbeit im Rahmen eines Joint Ventures gefunden haben, war der Prozess wichtig, weil er die zentralen Fragen und Antworten klar benannt hat“, heißt es. Diese Klarheit soll nun in die weiteren Gespräche mit dem DFB einfließen.

Dfb bedauert entscheidung, bleibt gesprächsbereit

Der DFB äußerte Bedauern über die Entscheidung der FBL, signalisierte aber gleichzeitig weiterhin Gesprächsbereitschaft. Man wolle vorankommen und sei an guten Lösungen interessiert, insbesondere angesichts der internationalen Entwicklung des Frauenfußballs. Der Verband betonte, dass er die Bundesliga unter seinem Dach ambitioniert weiterführen werde.

Investitionen in den frauen- und mädchenfußball bleiben bestehen

Der DFB hält an seiner Zusage fest, in den kommenden Jahren 100 Millionen Euro in die Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs zu investieren. Dies soll trotz der fehlenden Einigung über ein Joint Venture geschehen und die Weiterentwicklung der Liga unterstützen. Die Investitionen sollen gezielt in Bereiche fließen, die die Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Frauenfußballs erhöhen.

Ausblick: weitere gespräche und die zukunft der liga

Die kommenden Monate werden zeigen, wie die Zusammenarbeit zwischen FBL und DFB weiter aussehen wird. Es ist davon auszugehen, dass es weitere Gespräche geben wird, um eine tragfähige Lösung für die Zukunft der Frauen-Bundesliga zu finden. Die Klubs haben deutlich gemacht, dass sie die Kontrolle über ihre Liga behalten wollen, während der DFB weiterhin Unterstützung und Investitionen anbieten will. Die Herausforderung besteht darin, einen Kompromiss zu finden, der beiden Seiten gerecht wird.