Schwedens sieg trübt deutschen olympia-start im eishockey der frauen
- Enttäuschung in mailand: deutschland verliert auftaktspiel gegen schweden
- Schwaches powerplay als knackpunkt
- Statistische unterlegenheit und fehlende durchschlagskraft
- Fragwürdige schiedsrichterentscheidungen und hitzige diskussionen
- Blick auf das spiel gegen japan
- Aufgaben für das team: defensive und selbstvertrauen
- Die deutsche olympia-delegation bei der eröffnungsfeier
- Ergebnisse und spielplan im überblick
Enttäuschung in mailand: deutschland verliert auftaktspiel gegen schweden
Der Traumstart ins olympische Eishockeyturnier der Frauen ist für das deutsche Team in die Realität zurückgekehrt. Trotz eines vielversprechenden Beginns mit dem frühen Führungstreffer von Nina Jobst-Smith, unterlag die DEB-Auswahl Schweden mit 4:1. Das Spiel offenbarte Schwächen im Unterzahlspiel und mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive. Ich, Angelika Klein, habe für die TSV Pelkum Sportwelt die Einzelheiten für euch zusammengefasst.
Schwaches powerplay als knackpunkt
Das deutsche Team hatte im Powerplay nur einmal Erfolg, während Schweden zweimal in Überzahl traf und einmal kurz nach Ablauf einer Strafe. Daria Gleißner, die Kapitänin des Teams, räumte ein: „Wir konnten uns bei Fünf-gegen-fünf nicht durchsetzen.“ Die Schwedinnen zeigten im Special-Teams-Duell ihre Stärke, was sich letztendlich als entscheidend erwies. Auf diesem hohen Niveau sind eben die Special Teams ausschlaggebend.

Statistische unterlegenheit und fehlende durchschlagskraft
Die deutsche Mannschaft konnte lediglich 16 Torschüsse abgeben, während Schweden mehr als doppelt so viele Versuche unternahm. Gleißner analysierte: „Wir müssen mehr Zweikämpfe gewinnen und aggressiver zum Tor spielen.“ Der Treffer von Jobst-Smith in der achten Spielminute war zwar ein positives Signal, doch die fehlende offensive Präsenz war deutlich spürbar.

Fragwürdige schiedsrichterentscheidungen und hitzige diskussionen
Einige strittige Strafen, insbesondere gegen Emily Nix, führten zu Diskussionen auf der deutschen Bank. Bundestrainer Jeff MacLeod äußerte sich diplomatisch zu den Entscheidungen der Schiedsrichterinnen Shauna Neary und Anniina Nurmi: „Wir sind noch dabei, ein Gefühl dafür zu bekommen, was eine Strafe ist und was nicht. Aber wir dürfen niemandem die Schuld geben.“

Blick auf das spiel gegen japan
Das nächste Gruppenspiel am Samstag (12.10 Uhr; ARD und Eurosport) gegen Japan ist für das DEB-Team bereits entscheidend. Nach der 3:2-Niederlage nach Verlängerung bei der Olympia-Generalprobe in Peiting ist die Qualität des Gegners bekannt. MacLeod betonte: „Sie sind schnell und bewegen gerne die Scheibe.“

Aufgaben für das team: defensive und selbstvertrauen
Gleißner sieht zwei Hauptaufgaben vor sich: „Wir müssen defensiv stabiler stehen und mehr Selbstvertrauen mit dem Puck entwickeln.“ Neben dem sportlichen Fokus steht auch die Teilnahme an der Eröffnungsfeier im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion auf dem Programm, wobei das Team einen „Early Exit“ nutzen wird, um ausgeruht ins Spiel gegen Japan zu gehen.

Die deutsche olympia-delegation bei der eröffnungsfeier
Die deutsche Delegation wird an der Eröffnungsfeier teilnehmen, um die Atmosphäre zu genießen und die Ehre zu würdigen, die Leon als Fahnenträger zuteilwurde. Gleißner betonte: „Das ist eine schöne Atmosphäre und gehört dazu.“
Ergebnisse und spielplan im überblick
| Datum | Uhrzeit | Spiel | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 22. Februar 2026 | 12:00 Uhr | Schweden - Deutschland | 4:1 |
| 24. Februar 2026 | 12:10 Uhr | Japan - Deutschland | - |
