Handball-boom in deutschland: dyn will mit vereinen und verbänden für nachhaltigen erfolg sorgen

Silberne erfolge als sprungbrett: handball erlebt aufschwung

Nach den beeindruckenden Erfolgen der deutschen Nationalmannschaften – Silber bei der Frauen-WM und den Männern bei der EM – plant Dyn, gemeinsam mit dem Deutschen Handball-Bund (DHB) und der Handball-Bundesliga (HBL), den Sport in Deutschland voranzubringen. Christian Seifert, Gründer und Gesellschafter von Dyn, sieht darin eine historische Chance.

„Rakete verlässt die basis“: zuschauerzahlen explodieren

„Rakete verlässt die basis“: zuschauerzahlen explodieren

Seifert verglich die aktuelle Situation mit dem Start einer Rakete: „Jetzt ist Handball tatsächlich nicht mehr auf der Abschussrampe, sondern jetzt verlässt die Rakete so langsam die Basis.“ Das EM-Finale der Männer gegen Dänemark verfolgten knapp13 Millionen Zuschauer im ZDF, während Dyn rund 200.000 gleichzeitige Zuschauer verzeichnete. Diese Zahlen zeigen das wachsende Interesse am Handball.

Gemeinsame anstrengung für den welthandball

Frank Bohmann, Geschäftsführer der HBL, betonte die Bedeutung einer gemeinsamen Strategie: „Wir sind die Lokomotive des Welthandballs.“ Gleichzeitig mahnte er zur Höchstleistung: „Der Handball wird nichts werden, wenn HBL und DHB nicht Vollgas geben.“ Der Fokus liegt nun darauf, den Schwung der vergangenen Erfolge zu nutzen und langfristig zu verankern.

Fünf millionen fans ohne lieblingsverein: wachstumspotenzial

Eine interessante Beobachtung ist, dass es in Deutschland etwa 9 Millionen Handball-Fans gibt, von denen aber 5 Millionen noch keinen Lieblingsverein haben. Seifert sieht hier enormes Potenzial für die Vereine: „Wenn ich Club wäre, wüsste ich jetzt, was ich tue.“ Es gilt, die Fans emotional an die Vereine zu binden.

Klubs als „emotionale anker“ und marketing-investitionen

Die Vereine werden in den kommenden Monaten eine Schlüsselrolle spielen. Bohmann verdeutlichte: „Die Menschen müssen erkennen, dass Andreas Wolff nicht nur der Torhüter der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch des THW Kiel ist.“ Seifert regte an, gegebenenfalls Kaderplätze einzusparen, um stattdessen in Marketing zu investieren.

Hbl sieht sich als „nba des handballs“

Die HBL scheint sich vor Plänen der NBA, nach Europa zu expandieren, nicht zu fürchten. Mit 44 Spielern aus der HBL in den EM-Halbfinalen unterstreicht Bohmann die Stärke der Liga: „Die HBL ist die NBA des Handballs.“ Alles dreht sich laut Seifert um die Aufmerksamkeit der Menschen, die aktuell vorhanden ist.

Wm 2027 als nächste bewährungsprobe

Die nächste große Chance zur Bestätigung bietet sich im Januar 2027 mit der Männer-Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Die kommenden 18 Monate werden entscheidend sein für die Zukunft des Handballs in Deutschland. Es gilt, die positive Entwicklung fortzusetzen und nachhaltig zu gestalten.