Regionalliga-abstieg: so viele klubs fallen 2025 wirklich in die oberliga

Der Frühling trügt. Während die Fans noch die Aufstiegsplätze zählen, schlagen in den fünf Regionalligen bereits die Särge zu. Mindestens 14, maximal 19 Mannschaften werden bis Mai die Lizenz für die Viertklassigkeit abgeben müssen – das ergibt die exklusive Analyse von TSV Pelkum Sportwelt.

Die Entscheidung fällt nicht auf dem Rasen, sondern in den Büros der DFB-Statistiker. Denn wer im Mai runter muss, hängt von drei Parametern ab: der Anzahl der Drittliga-Absteiger aus der eigenen Region, dem Abschneiden der jeweiligen Amateur-Stars in der 3.-Liga-Relegation – und ob sich ein Zweitligist mit U23 in der Regionalliga verzockt.

Bayern droht das mega-chaos

Die Situation in der Regionalliga Bayern ist ein einziges Kalkül-Drama. Grundsätzlich steigen die Plätze 17 und 18 direkt ab, die Ränge 15 und 16 dürfen in die Relegation. Doch: Schweinfurt (aktuell 3.-Liga-Letzter) hat 18 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz – der Abstieg ist nur noch Formsache. Damit steht bereits ein zusätzlicher Platz fest.

Die zweite Überraschung folgt, falls sich der Bayern-Meister in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga durchsetzt. Dann rückt eine weitere Mannschaft nach unten. Und falls sowohl Nürnberg als auch Fürth aus der 2. Bundesliga stolpern, wandern auch deren U23-Teams ans Tabellenende – das würde die Zahl der Absteiger auf fünf hochschnellen lassen. Für Aschaffenburg, derzeit Tabellen-15., heißt das: Selbst ein 13. Platz könnte am Ende zur Relegation reichen.

Nord und nordost: der direkte vergleich

Nord und nordost: der direkte vergleich

Im Norden ist die Rechnung einfacher: Zwei Plätze sind fix, weil der TSV Havelse in Liga 3 bei 12 Punkten Rückstand kaum mehr zu retten ist. Damit steigt die Zahl der Absteiger auf drei – mehr ist nicht drin, weil kein Zweitligist aus dem Norden mit U23 in der Regionalliga spielt.

Die Nordost-Staffel wartet mit dem härtesten Szenario auf. Erzgebirge Aue liegt acht Punkte hinter dem rettenden Ufer, Magdeburgs U23 wäre bei einem 2.-Liga-Abstieg automatisch weg. Die Folge: drei Absteiger. Selbst der vierte Platz von hinten reicht dann nicht mehr zur Relegation, sondern bedeutet Endstation Oberliga.

Südwest und west: ulmer drama mit folgen

Südwest und west: ulmer drama mit folgen

Der SSV Ulm steht mit dem Rücken zur Wand. Acht Punkte Rückstand, drei Spieltage – die Schwaben werden die 3. Liga verlassen. Das bedeutet für die Regionalliga Südwest vier fixe Absteiger. Sollte Saarbrücken doch noch stolpern und Aue sich retten, klettert die Zahl sogar auf fünf – ein Rekord der letzten 15 Jahre.

Die West-Staffel bleibt vergleichsweise glimpflich. Drei Plätze sind sicher, weil Alemannia Aachen sich aus der Gefahrenzone verabschiedet hat. Einzig Bochum oder Düsseldorf könnten noch für Turbulenz sorgen – fallen sie aus der 2. Liga, rücken deren U23-Mannschaften ans Ende der Tabelle und erhöhen die Zahl der Absteiger auf vier.

Die Botschaft ist hart, aber klar: Wer jetzt noch auf Platz 14 oder 15 steht, kann nicht mehr taktisch rechnen. Die Entscheidung fällt außerhalb des eigenen Stadions – und damit werden in den nächsten Wochen Träume zerplatzen, ohne dass ein Ball rollt.