Medwedew erlebt debakel in monte carlo: 0:6, 0:6!
Ein Schock für den Tenniszirkel: Daniil Medwedew, einst Weltranglisten-Spitze, erlitt in Monte Carlo eine historische Niederlage. Der Russe wurde vom Italiener Matteo Berrettini mit 0:6, 0:6 vom Platz gefegt – ein sogenannter „Double Bagel“, der in seiner Deutlichkeit fast schon surreal wirkt.
Medwedews ewige abneigung gegen sandplätze
Die Partie offenbarte mehr als nur eine schlechte Leistung; sie offenbarte Medwedews seit Jahren bestehende Antipathie gegen Sandplatztennis. „Ich mag es nicht“, hat er einst unverblümt erklärt, „für mich ist es einfach nur schmutzig.“ Diese Worte hallten am Mittwoch wider, als er gegen Berrettini völlig fahr- und kraftlos wirkte. Die 49 Minuten, die das debakel dauerte, waren von Frustration geprägt – Medwedew zerstörte im Zorn seinen Schläger und verließ sichtlich verstört den Platz.
Berrettini hingegen, der seit einiger Zeit mit Verletzungen zu kämpfen hat, war selbst überrascht von der Dominanz. „Das war definitiv eine meiner besten Leistungen im Leben. Ich habe vielleicht drei Bälle verschlagen“, gestand der Italiener nach dem Match, der selten einen so klaren Sieg erlebt hat.

Ein ausreißer oder ein zeichen von anhaltenden problemen?
Die Niederlage wirft Fragen auf. Medwedew hatte zuletzt auf Hartplatz glänzend abgeschnitten, gewann Brisbane und Dubai und brachte Jannik Sinner in Indian Wells an den Rand der Niederlage. All diese Erfolge verpufften in Monte Carlo. Es ist nicht das erste Mal, dass Medwedew Probleme auf Sand hat, aber die heutige Klatsche war selbst für seine Verhältnisse eine Rarität. Er hatte 2013 sogar den Masters in Rom auf rotem Ziegelmehl gewonnen – ein Beweis dafür, dass er durchaus Sandplatztennis kann. Seine Halbfinalteilnahme in Monte Carlo 2019 liegt ebenfalls nicht so lange zurück.
Die Diskrepanz zwischen seinen Leistungen auf Hartplatz und Sandplatz ist eklatant. Medwedew hatte selbst vor dem Match betont, seine Sandplatzfähigkeiten verbessert zu haben. Die Zahlen lügen jedoch nicht: 0:6, 0:6 – ein Ergebnis, das in der Tennisgeschichte kaum Vorkommnisse findet.
Was nun folgt? Medwedews Beziehung zu den Sandplätzen bleibt kompliziert. Seine heutige Leistung ist ein Weckruf, der ihn zwingt, seine Strategie und Vorbereitung auf diese Oberfläche zu überdenken. Denn eines ist klar: So kann er bei den anstehenden French Open nicht weit kommen.
