Medwedew demütigt: historische pleite in monte carlo!
Monte Carlo – Daniil medwedew erlebte gestern einen Abend, der in die Tennisgeschichte eingehen wird: Eine 0:6, 0:6-Klatsche gegen Matteo Berrettini. Ein „Double Bagel“, wie es im Tennisjargon genannt wird, und die wohl schlimmste Einzelniederlage seiner Karriere. Die Frage, die nun im Raum steht: Ist der Russe wirklich in einer solchen Krise?
Die unbändige dominanz berrettinis
Was für medwedew ein Debakel war, stellte für Berrettini eine Glanzleistung dar. Der frühere Wimbledon-Finalist, der in den letzten Monaten mit Verletzungen zu kämpfen hatte, spielte vermeintlich „seine beste Leistung in seinem Leben“, wie er nach dem Match selbst sagte. Er verschob lediglich drei Bälle. Eine schwindelerregende Vorstellung, die den Russen förmlich überrollte.
medwedew, der einst die Nummer eins der Welt war und in dieser Saison bereits zwei Turniere in Brisbane und Dubai gewonnen hatte, wirkte völlig von der Rolle. Frustriert zerstörte er seinen Schläger und verließ sichtlich bedient den Platz. Die Erfolge in Indian Wells und die zuletzt starke Form auf Hartplatz waren in Monte Carlo vergessen. Der Kontrast hätte kaum größer sein können.

Sandplatz-abneigung und frühere erfolge
Die Partie verdeutlichte einmal mehr Medwedews komplizierte Beziehung zum Sandplatztennis. „Ich mag es nicht“, gestand er bereits einmal, „für mich ist es einfach nur schmutzig.“ Diese Abneigung scheint sich nun in seiner Leistung zu manifestieren. Trotzdem hatte der Russe in der Vergangenheit durchaus Erfolge auf Sand gefeiert – 2023 triumphierte er sogar beim hochkarätig besetzten Masters in Rom. Auch 2019 erreichte er in Monte Carlo das Halbfinale. Seine Aussage vor dem Match, er habe in den letzten Jahren gelernt, besser auf Sand zu spielen, widerlegte sich in atemberaubender Weise.
Die Diskrepanz zwischen seinen Worten und seiner Leistung ist bezeichnend. Während er seine Fähigkeiten auf Hartplatz demonstriert hat, scheint er auf Sand immer noch mit sich selbst zu kämpfen. Die nun erlittene Niederlage wirft Fragen auf: Kann medwedew seine Sandplatz-Abneigung überwinden und sein Potenzial auch auf dem roten Untergrund voll ausschöpfen? Oder bleibt er ein Spieler, der auf bestimmten Belägen einfach nicht sein volles Können entfaltet?
Berrettinis Sieg ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Symbol für seine Rückkehr nach einer Phase der Verletzungen. Die Tatsache, dass er medwedew so deutlich schlagen konnte, zeigt, dass er wieder zu alter Stärke gefunden hat. Was für Medwedew ein tiefer Fall ist, markiert für Berrettini einen vielversprechenden Neustart.
