Heidenheim: schmidt plantzt abgang nach 20 jahren aus!
Heidenheim – Frank Schmidt, das Urgestein des 1. FC Heidenheim, hat entschieden: Ein vorzeitiger Abschied im Sommer kommt nicht in Frage. Trotz der brenzligen Tabellenlage und der drohenden Gefahr des Abstiegs in die 2. Bundesliga will der 52-Jährige seinen Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27 vollziehen – und danach Schluss machen. Ein emotionaler Abschied nach fast zwei Jahrzehnten, die er maßgeblich geprägt hat.

Schmidt: „ich bin keiner, der wegläuft“
Die Entscheidung des Trainers ist ein Signal der Kontinuität in einer schwierigen Phase. Schmidt, der den FCH sensationell von der Regionalliga in die Bundesliga führte, betonte im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt, dass er nicht vorzeitig fliehen werde. „Wenn die Unterstützung da ist, bin ich keiner, der wegläuft. Weder im Erfolgsfall, noch jetzt“, so Schmidt. Die Loyalität gegenüber dem Verein, für den er seit 2007 als Coach tätig ist, wiegt schwer.
Die Lage ist ernst. Heidenheim liegt mit sieben Punkten Rückstand auf den rettenden 16. Platz des FC St. Pauli am 31. Spieltag in der Kreide. Das direkte Duell am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wird richtungsweisend sein. Eine Niederlage würde den Abstieg in die 2. Bundesliga besiegeln. Doch Schmidt zeigt sich unbeirrt. „Wenn ich eine Sache nicht dulde, ist es Selbstzweck. Da bin ich hart und konsequent.“
Die Frage, ob er über einen Rücktritt nachgedacht hat, beantwortete Schmidt ehrlich: „Natürlich habe ich auch mal darüber nachgedacht, aufzuhören. Wenn die Ergebnisse fehlen, wäre es komisch, sich nicht selbst zu hinterfragen.“ Aber die Verbundenheit zum Verein und die Unterstützung der Fans überwiegen. Er will seine letzte Saison in Heidenheim – die 20. in Folge – positiv gestalten. „Ich habe den Antrieb, kommende Saison etwas Gutes zu schaffen – was auch immer das dann sein mag.“
Die Vereinsführung hat Schmidts Entscheidung ebenfalls begrüßt. Man setzt weiterhin auf die Expertise und Erfahrung des Trainers, der den FCH zu einer echten Überraschungsmannschaft in der Bundesliga gemacht hat. Ob es für die erlösende Punktetafel reicht, wird sich am Samstag zeigen. Aber eines ist klar: Frank Schmidt wird auch in dieser schwierigen Phase alles dafür geben, um den 1. FC Heidenheim in der Bundesliga zu halten – und dann gebührend zu verabschieden.
