Frankfurts damen fliegen gegen häcken aus der europa-cup-spur

0:3 in der Pause, 0:3 im Kopf. Laura Freigang und ihre Eintracht verpassten gegen BK Häcken jede Antwort, kassierten drei Gegentore ohne Gegenwehr und müssen nun am 2. April in Göteborg ein kleines Wunder schaffen, um das Endspiel noch zu erreichen.

Selerud nutzt frankfurts tiefen schlaf

Schon nach Viertelstunde schlug Alva Selerud mit einem trockenen Schlenzer aus 18 Metern die Lücke zwischen Torhüterin und Pfosten. Die Hessen wirkten wie betäubt, ließen den Schwedinnen Raum, ließen den Ball laufen, ließen sich überlaufen. Der Rückstand zur Pause war verkraftbar, die Leistung aber war es nicht.

Dann der Knock-out: Sara Doorsoun, einst DFB-Verteidigerin, spielte in der 70. Minute einen Querpass direkt in die Füße von Felicia Schröder. Sekunden später lag der Ball im Netz. Die 84. Minute setzte dem Debakel die Krone auf: Doorsoun rutschte bei einem langen Ball aus, Schröder blieb cool, schob zum 3:0 ein. Die Kapitänin schüttelte den Kopf, die Fans schüttelten sich vor Kälte und Frust.

Rechnung mit zwei gesichtern

Rechnung mit zwei gesichtern

Die Europa-League für Frauen folgt keiner Gruppenphase, jede Runde ist Endspiel. Für Frankfurt heißt das: Nur ein 4:0 in Göteborg reicht. Eine Mission, die angesichts der heutigen Defensivleistung an Mutprobe grenzt. Die Schweden reisen mit drei Toren im Gepäck, dem Gegentor einer ganzen Saison entgegen.

Die Häckenerinnen feierten nach dem Schlusspfiff wie nach einem Titel, die Frankfurter schlichen ab. Trainer Niko Arnautis sprach von „individualen Fehlern“, doch das Problem trägt Kader-Nr. 1 bis 11. Ohne Zugriff, ohne Idee, ohne Druck. Am 2. April zählt nur eines: Tore. Viele. Schnell. Sonst ist der Traum vom Finale schon vor dem Frühling vorbei.