Contador schwärmt von der leidenschaft für den giro d’italia – und kündigt überraschungen an!
Mailand – Alberto Contador, der legendäre spanische Radrennfahrer und mehrfache Grand-Tour-Sieger, hat seine tiefe Verbundenheit mit dem Giro d’Italia bekräftigt. Im Rahmen eines Auftritts zum Salone del Mobile in Mailand sprach Contador über seine Erlebnisse und Erwartungen an die kommende Rundfahrt, die am kommenden Dienstag offiziell startet.
„Der giro ist die kette an meinem herzen“
Contador, der als einer der sieben Radfahrer gilt, die Giro d’Italia, Tour de France und Vuelta a España gewonnen hat – und das in Rekordzeit –, betonte, dass Italien für ihn eine besondere Bedeutung hat: „Der Giro ist die Kette an meinem Herzen. Die Atmosphäre hierzulande ist einzigartig, sie hat sich tief in meine Seele eingebrannt und wird mich nicht mehr verlassen.“ Obwohl er die Vuelta a España als seine „Heimrunde“ betrachtet, räumte er ein, dass der Giro eine besondere emotionale Bindung besitzt. „Es war der Flechazo – ein Liebespfeil, wie wir Spanier sagen – der mich bei meinem Debüt 2008 so überwältigte. Ich habe in keinem anderen Rennen so viel Spaß gehabt.“
Contador, der nun im Rahmen des Projekts Polti-VisitMalta mit Ivan Basso eng zusammenarbeitet, kündigte an, dass er sich den aktuellen Entwicklungen beim Giro auch weiterhin intensiv widmen werde. „Wir werden uns nicht einen einzigen Sekunden entgehen lassen“, versprach er. Das Team Polti-VisitMalta reist mit jungen Ambitionen an, wobei Lonardi auf Sprintangebote spekuliert und Maestri als Kapitän die Gesamtführung übernehmen soll. Auch ein junges Talent wie Crescioli wird von Contador besonders beobachtet.

Vingegaard als favorit – contador sieht neuen hunger
Bei der Einschätzung der Favoriten nannte Contador Jonas Vingegaard als den wahrscheinlich dominantesten Fahrer. „Er könnte eine ähnliche Leistung zeigen wie Tadej Pogacar im Jahr 2024“, so Contador. Er beobachtete eine neue Attitüde beim Dänen: „Er ist jetzt noch hungriger nach Siegen und nutzt jede Gelegenheit. Das gefällt mir.“ Contador deutete zudem an, dass Vingegaard versuchen könnte, Pogacar in der Anzahl der gewonnenen Etappen zu übertreffen, indem er sieben Etappen gewinnt – eine kühne Herausforderung.
Im Hinblick auf Giulio Pellizzari, Italiens Hoffnungsträger in der Gesamtwertung, riet Contador von Vergleichen mit Marco Pantani ab. „Er ist einer der stärksten jungen Fahrer, ein Kandidat für das Podium in Rom. Mit solch hohen Ambitionen kann man auch vom Gesamtsieg träumen.“
Sollte es zu einem weiteren Triumph von Contador-ähnlicher Prägung kommen, würde er sich eine besondere Würdigung für die “Tripla Corona” wünschen: „Warum nicht? Ich erinnere mich, dass wir bei Tinkoff-Saxo für unser Team spezielle Armbänder mit den Farben der Grand Tours anfertigen ließen. Auch Visma hat etwas Ähnliches gemacht, als sie im selben Jahr alle drei Rundfahrten gewannen. Es wäre eine schöne Idee, die Tripla Corona gebührend zu würdigen.“
Contador schloss seinen Auftritt mit einem Augenzwinkern ab: „Wenn Fortunato damals mit unseren Farben beim Giro gewonnen hat, bin ich mit dem Fahrrad von Madrid nach Mailand gefahren. Diesmal würde ich lieber eine Flasche Champagner in Madrid öffnen!“
