Fis-schock: lehmann kündigt – eliasch-krise droht!
Ein Erdbeben erschüttert den internationalen Skiverband FIS: Urs Lehmann, erst seit kurzem als Geschäftsführer im Amt, hat überraschend seine Kündigung eingereicht. Der Rücktritt wirft massive Fragen nach der Zukunft des Verbands auf und könnte die Position von Präsident Johan Eliasch ernsthaft gefährden.
Die finanzpleite als auslöser?
Lehmanns Entscheidung, die nach seinem Rücktritt vom Schweizer Skiverband erfolgte, ist der jüngste Akt in einer Reihe von Spannungen mit Eliasch. Der 57-Jährige äußerte gegenüber der «Blick» seine Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität der FIS: Er warnt, dass der Verband bei dieser Politik bereits in zweiJahren insolvent sein könnte. Diese deutlichen Worte, die offenbar auf taube Ohren stießen, sollen den Ausschlag für Lehmanns Rücktritt gegeben haben.
Die Diskrepanz in der Einschätzung der finanziellen Lage ist offensichtlich. Während Eliasch von einem gesunden Haushalt spricht, sieht Lehmann ein desolates Bild. „Die jüngste Entwicklung zwingt Urs Lehmann, sich vor den Wahlen zwischen die Fronten zu stellen, was er als CEO nicht verantworten kann“, so ein Sprecher des zurückgetretenen Geschäftsführers gegenüber der Zeitung.

Eliaschs wiederwahl in gefahr?
Die bevorstehende Wahl in Belgrad am kommenden Donnerstag, 11. Juni, wird nun mit noch größerer Spannung erwartet. Lehmanns Rücktritt könnte ein Katalysator für eine Abwahl Eliasch’s sein. Der Präsident, der sich zunehmend als Alleinherrscher im Verband etabliert hat und die finanzielle Notlage der FIS offensichtlich beschönigt, sieht sich nun einer ernsthaften Herausforderung gegenüber.
Der Schweizer Skiverband äußerte zwar Bedauern über Lehmanns Rücktritt, betonte aber, seine Beweggründe nachvollziehen zu können. „Sein Rückzug ist ein Beleg dafür, dass Johan Eliasch als Präsident nicht mehr tragbar ist“, so Verbandsboss Peter Barandun. Die Situation wird dadurch noch komplizierter, dass Eliasch sich für seine Wiederwahl auf die georgische Staatsbürgerschaft verlassen muss, da weder Großbritannien noch Schweden ihn nominieren wollten.
Die Affäre Lehmann/Eliasch ist ein weiterer Schlag für den internationalen Skisport, der bereits mit zahlreichen Kontroversen zu kämpfen hat. Es bleibt abzuwarten, ob die FIS diese Krise überwinden und einen Neuanfang wagen kann – oder ob der Verband weiterhin von internen Machtkämpfen und finanziellen Problemen geplagt sein wird.
