Fifa-kasse klingelt: wm 2026 sprengt entschädigungsrekorde
Die Fußballwelt steht vor einem neuen finanziellen Rekord: Für die WM 2026 in Nordamerika zahlt der Weltverband FIFA satte 355 Millionen US-Dollar an die Vereine, deren Spieler an dem Turnier teilnehmen. Das ist ein Sprung von 70 Prozent gegenüber der WM in Katar 2022 – und ein klares Zeichen für das wachsende wirtschaftliche Gewicht des Fußballs.
Mehr teams, mehr spiele, mehr geld
Der Anstieg ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass die WM 2026 mit 48 Teams stattfindet – zehn Mannschaften mehr als vor vier Jahren. Das bedeutet auch 104 Spiele anstatt 64, verteilt über 39 Tage, was das Turnier zur bislang längsten Fußball-Weltmeisterschaft macht. Aber nicht nur die Quantität hat zugenommen, sondern auch die Qualität der Entschädigungen.
5.000 US-Dollar pro WM-Tag: Die FIFA hat die Mindestzahlung pro Spieler auf diesen Betrag festgelegt, wobei die endgültigen Summen nach dem Turnier noch angepasst werden. Die Berechnung erfolgt pro Spieler und Tag, unter Berücksichtigung der Kaderzugehörigkeit und des tatsächlichen Einsatzes. Ein Spieler, der das gesamte Turnier über im Kader steht und regelmäßig spielt, kann somit deutlich mehr erhalten.
Die 100 Millionen US-Dollar, die für die Qualifikationsspiele reserviert sind, verteilen sich auf 2.362 US-Dollar pro Spieler im Spieltagskader für die 905 Qualifikationsspiele. Auch die Freundschaftsspiele der Gastgeberländer, die sich nicht qualifizieren mussten, werden berücksichtigt. Die verbleibenden fünf Millionen US-Dollar decken die Verwaltungskosten und ein eventueller Überschuss kommt dem globalen Vereinsfußball zugute – ein kleiner Trost für die Vereine angesichts der enormen Belastung durch die Teilnahme ihrer Spieler an der WM.
Lo que nadie cuenta es que diese enormen Summen auch die Verantwortung der FIFA erhöhen, die Einnahmen fair zu verteilen und den Fußball auf allen Ebenen zu fördern. Denn während die Top-Vereine von dieser finanziellen Welle profitieren, müssen auch die kleineren Klubs und die Entwicklung des Fußballs in weniger privilegierten Ländern berücksichtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die FIFA diesem Anspruch gerecht wird.

Die details im überblick
Die FIFA hat die Abstellungszahlungen in drei Hauptbereiche unterteilt: 250 Millionen US-Dollar für die Endrunde, 100 Millionen US-Dollar für die Qualifikationsspiele und fünf Millionen US-Dollar für Verwaltungskosten. Die Zahlungen sollen sicherstellen, dass die Vereine für den Verlust ihrer Spieler während der WM zumindest teilweise kompensiert werden. Ob diese Summen tatsächlich ausreichen, um den wirtschaftlichen Schaden auszugleichen, ist jedoch fraglich.
Die WM 2026 verspricht nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ein Spektakel zu werden. Die Rekord-Entschädigungszahlungen sind ein deutliches Zeichen für die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs und die wachsende Bedeutung der Weltmeisterschaft als globales Wirtschaftsfest.
