Chaos in verl: rostock-fans verursachen zerstörungswut!
Verl – Ein Drittliga-Spiel, das in die Geschichte eingehen wird, allerdings aus den falschen Gründen: Das Duell zwischen dem SC Verl und Hansa Rostock eskalierte am Samstag deutlich über das sportliche Geschehen hinaus. Während die Kogge sportlich einen wichtigen Sieg verbuchte, hinterließ ihre Anhängerschaft eine Schneise der Verwüstung in der Sportclub-Arena, die den Verler Verantwortlichen nun den Atem raubt.
Zwei spielunterbrechungen und ein brand im gästeblock
Schiedsrichter Michael Bacher musste die Partie aufgrund von unsäglicher Gewalt und Sachbeschädigung gleich zweimal unterbrechen. Der FC Hansa Rostock gewann zwar letztendlich mit 2:1, doch der Sieg schmeckt aufgrund der Vorkommnisse bitter. Bereits in der ersten Halbzeit wurde der Verler Spieler Timur Gayret von einem Wurfgeschoß – einer Schnapsflasche – getroffen. Kurz darauf folgte ein weiterer Angriff, als Berkan Taz mit dem Inhalt eines Bierbechers übergossen wurde. Doch das war noch nicht alles: Nach der Pause kam es im Gästeblock zu einem Brand, der die Feuerwehr alarmierte und eine weitere Unterbrechung des Spiels zur Folge hatte. Die Bilder, die die Live-Übertragung zeigte, sind alarmierend.

Schäden in fünfstelliger höhe und bedrohungen für mitarbeiter
„Die Anhänger von Hansa Rostock haben Schäden im fünfstelligen Bereich hinterlassen“, teilte der Vorstand des SC Verl, Mario Lüke, mit. „Zäune, Imbisswagen und Sanitäranlagen sind teilweise stark beschädigt worden. Laut Aussagen unseres Sicherheitsdienstes wurden unsere Mitarbeiter massiv bedroht.“ Die Verler kündigten an, den Vorfall dem DFB detailliert zu melden und erwarten „eine konsequente Aufarbeitung und klare Maßnahmen, um derartige Ereignisse künftig zu verhindern.“

Verl übernimmt reparaturkosten, fordert verantwortung von rostock
Obwohl der SC Verl die Reparaturkosten selbst tragen wird, macht der Verein deutlich, dass die Verantwortung eindeutig bei den Verursachern liegt. Der Verein ist bereits im Austausch mit Hansa Rostock, um die Vorkommnisse zu besprechen. Die Frage, die sich nun stellt: Wie wird Hansa Rostock auf die Vorfälle reagieren und welche Konsequenzen werden für die verantwortlichen Fans ziehen?
Die sportliche Leistung der Rostocker wird in diesem Fall zweitrangig sein. Die Bilder der Verwüstung und die Bedrohungen für das Personal werden im Gedächtnis bleiben und die Diskussion über Sicherheit und Fanverhalten im deutschen Fußball neu entfachen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall ein Weckruf ist und zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien führt. Denn so kann ein Fußballspiel nicht ablaufen. Ein Sport, der von Leidenschaft und Begeisterung lebt, darf nicht in Chaos und Gewalt enden.
