Barcelona: shopping-tour trotz schulden – hoeneß amüsiert sich!
Barcelona schlägt Alarm – finanziell am Limit, aber auf dem Transfermarkt plötzlich wieder ganz oben. Während Uli Hoeneß sich über die vermeintliche Geldlosigkeit der Katalanen lustig gemacht hat, präsentieren sie nun eine beeindruckende Shopping-Liste. Wie passt das zusammen? Ein Blick hinter die Kulissen der katalanischen Finanzmanöver wirft ein faszinierendes Licht auf die Welt des Profifußballs.
Die hoeneß-aussage und die realität
Noch vor kurzem sorgte ein müdes Lächeln von Bayern-Patron Uli Hoeneß am Rande des DFB-Pokalfinales für Gesprächsstoff. Seine Worte, „Außerdem hat ja Barcelona gar kein Geld“, hallten im Fußball-Deutschland nach. Doch die jüngsten Entwicklungen lassen den ehemaligen Bayern-Manager vielleicht etwas rot werden. Barcelona scheint plötzlich wieder handlungsfähig zu sein, zumindest auf dem Transfermarkt.

Gordon und álvarez – wer kommt, wer geht?
Die Gerüchte um Harry Kane mögen zwar vor allem dem Kampf um den Präsidentenposten bei Barca zum Opfer gefallen sein, doch die katalanische Mannschaft hat sich offenbar zwei weitere Schwergewichte ins Visier genommen. Zunächst soll der FC Barcelona im Poker um Anthony Gordon die Bayern übertrumpft haben. Und dann die überraschende Meldung spanischer Medien: Julián Álvarez von Atlético Madrid steht angeblich auf Barcelonas Wunschliste. Die Reaktion der Rojiblancos ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Ein Klubvertreter attackierte die Katalanen scharf und schloss einen Verkauf von Álvarez kategorisch aus.

469 Millionen euro schulden – wie ist das möglich?
Die kursierenden Zahlen sind schlichtweg atemberaubend. 80 Millionen Euro für Gordon, 150 Millionen Euro für Álvarez – woher soll Barcelona diese Summen nehmen, angesichts eines Schuldenbergs von 469 Millionen Euro? Der Journalist Guillem Balague lieferte die Erklärung: Barca agiert wieder im Rahmen der sogenannten 1:1-Regel, die den Vorgaben des Financial Fairplay der spanischen Liga entspricht. Das bedeutet, dass ein Verein nur so viel Geld für neue Spieler oder Gehälter ausgeben darf, wie er zuvor eingenommen hat.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Abgang von Robert Lewandowski, der dem Verein erheblichen finanziellen Spielraum verschafft hat. Laut Balague stehen „Geld für zwei oder drei große Transfers“ zur Verfügung. Ein genialer Schachzug könnte der Deal um Gordon sein, bei dem Barca offenbar versucht, die Transferrechte von Abde Ezzalzouli und Jan Virgili einzubeziehen. Ezzalzouli könnte dann bei Newcastle United den Gordon ersetzen, während Virgili den Weg zu Betis antreten könnte.
Die frauenmannschaft zahlt den preis
Doch die Finanztricks des FC Barcelona haben auch einen Kehrseite. Der Abschied der zweimaligen Weltfußballerin Alexia Putellas ist unter anderem dem Sparzwang bei der Frauenmannschaft geschuldet. Die Vorgaben des Ligaverbands betreffen alle Bereiche des Klubs. Es ist ein bitteres Beispiel dafür, wie die finanzielle Not des Vereins auch die sportlichen Erfolge der Frauen beeinträchtigen kann.
Ob die Rechnung für den FC Barcelona am Ende aufgeht, wird sich spätestens bei der Registrierung der neuen Spieler vor dem Saisonstart zeigen. Die katalanische Mannschaft spielt ein riskantes Spiel, das entweder zu neuem Glanz oder zu einem weiteren finanziellen Desaster führen könnte. Die Welt des Fußballs beobachtet gespannt.
