Winterspiele in norditalien: dsv-team spürt ungewöhnliche atmosphäre

Olympische spiele ohne olympisches dorf?

Norditalien, 7. Februar 2026 – Die Winterspiele in Norditalien präsentieren sich in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Rahmenbedingung: Es gibt kein zentrales Olympisches Dorf. Die Distanzen zu den verschiedenen Sportstätten sind beträchtlich, was für das Deutsche Ski-Verband (DSV)-Team sowohl Herausforderungen als auch positive Aspekte mit sich bringt. Die Athleten müssen sich auf alternative Wege der Anreise und der Verfolgung der Wettbewerbe anderer Sportarten einstellen.

Janina hettich-walz

Janina hettich-walz' zwiespältige gefühle

Janina Hettich-Walz, Biathletin des DSV, äußerte sich gegenüber SID ambivalent gegenüber der Situation. „Klar ist es schade, dass man nicht dieses klassische Olympische Dorf hat“, sagte sie. Gleichzeitig betonte sie aber: „Auf der anderen Seite sage ich, dass es mir so lieber ist, als wenn man auf Teufel komm raus alles an einen Ort baut. Dann verzichte ich lieber auf das olympische Feeling.“ Für sie ist die Vermeidung von übermäßigem Bauboom wichtiger als das traditionelle Gemeinschaftsgefühl.

Wege zur wettkampfbefolgung

Wege zur wettkampfbefolgung

Die Biathleten sind in Antholz unter sich, während die anderen Wettkampfstätten weiter entfernt liegen. Um dennoch die vielfältigen Wettbewerbe verfolgen zu können, greift das Team auf Medien zurück. Hettich-Walz gab an, „alles ansehen zu wollen, was geht“ im Fernsehen. Allerdings räumte sie ein, dass es aufgrund der Distanzen schwierig sein wird, andere Sportarten live vor Ort zu erleben. „Wir sind hier schon ein bisschen weit weg von allen anderen.“

Selina grotian vermisst das gemeinschaftsgefühl

Auch Selina Grotian, Teamkollegin von Hettich-Walz, äußerte sich zum ungewöhnlichen Format. „Ich vermisse ein bisschen das Olympische Dorf und das Feeling, wie es gewesen wäre, wenn wir alle zusammen gewesen wären“, gab sie zu. Dennoch versicherte sie, dass „schon ein Vibe aufkommt“ und die Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe groß ist.

Start der medaillenrennen rückt näher

Die ersten Medaillenrennen beginnen am Sonntag mit dem Mixed-Staffel-Wettbewerb (14:05 Uhr/ZDF und Eurosport). Grotian zeigte sich begeistert: „Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht!“ Das DSV-Team hofft trotz der besonderen Umstände auf erfolgreiche Ergebnisse und eine spannende Wettkampfserie.

Herausforderungen und chancen

Die Winterspiele in Norditalien stellen das DSV-Team vor logistische Herausforderungen. Die fehlende zentrale Anlaufstelle erfordert eine sorgfältige Planung der Anreisen und die Nutzung von Medien, um einen umfassenden Überblick über die Wettbewerbe zu behalten. Gleichzeitig bietet die dezentrale Struktur die Möglichkeit, die regionale Vielfalt Norditaliens zu erleben und die Athleten können sich besser auf ihre individuellen Wettkämpfe konzentrieren.