Wind-aus: wolfsburg bangt um sturm – tabakovic die lösung?
Ein Schock für den VfL Wolfsburg: Jonas Wind, gerade erst wieder in Topform, fällt mit einer erneuten Muskelverletzung im Oberschenkel aus. Der Däne, der lange mit einer komplizierten Sehnenblase zu kämpfen hatte, könnte seine Saison bereits vorzeitig beenden. Das wirft die Frage auf: Wie soll der VfL den Ausfall kompensieren – kurzfristig im Abstiegskampf und langfristig, wenn Wind im Sommer ablösefrei den Verein verlässt?
Die suche nach dem neuen torjäger
Die Signale, die Wind nach einem Trainingsrückschlag sendete, waren unmissverständlich. Frustriert humpelte er vom Platz, ein bitterer Rückschlag für den Angreifer und das Team. Trainer Dieter Hecking äußert zwar noch vorsichtigen Optimismus, doch die Wahrscheinlichkeit, dass Wind noch einmal in dieser Saison zum Einsatz kommt, schrumpft zusehends.
Die Frage ist nicht nur, wer kurzfristig Wind ersetzt. Es geht um eine langfristige Lösung. Der Name, der aktuell am häufigsten fällt, ist Haris Tabakovic. Der bosnische Nationalstürmer, der aktuell für Borussia Mönchengladbach spielt und dort mit elf Treffern als bester Torschütze brilliert, steht bei den Wolfsburgern hoch im Kurs. Tabakovic ist ein erfahrener Torjäger, der dem VfL sofort weiterhelfen könnte.
Aber es gibt auch andere Optionen. Dzenan Pejcinovic, der junge U-21-Nationalspieler, hat in dieser Saison bereits fünfmal getroffen und könnte seine Chance bekommen. „Dzenan hat bewiesen, dass er das gut spielen kann“, so Hecking. Auch Kento Shiogai, der japanische Neuzugang, könnte eine Überraschung sein. Der 21-Jährige kam für neun Millionen Euro vom NEC Nijmegen und hat zwar noch nicht viel Spielzeit bekommen, bringt aber „wahnsinnig viel mit, was Schnelligkeit und Körperlichkeit angeht.“
Die Verpflichtung von Tabakovic ist allerdings nicht so einfach. Der Stürmer steht noch bis 2027 bei Hoffenheim unter Vertrag, doch es wird gemunkelt, dass die TSG bei einem angemessenen Angebot keine Steine in den Weg legen würde. Wolfsburg muss sich also schnell bewegen, um den Konkurrenzkampf in der Bundesliga zu gewinnen.

Die frage der fitness und des leistungsabfalls
Die aktuelle Situation wirft auch ein kritisches Licht auf die sportliche Leitung des VfL. Zahlreiche Muskelverletzungen seit Saisonbeginn – Wavro, Jenz, Fischer, Wind, Paredes – deuten auf ein Problem hin. Der entlassene Head of Performance, Christian Clarup, steht dafür im Fokus der Kritik. Die Analyse dieser Entwicklung ist nun von höchster Priorität.
Das bevorstehende Spiel gegen Eintracht Frankfurt ist für den VfL von entscheidender Bedeutung. Ein Remis wäre zu wenig, denn der Abstand zum Relegationsrang beträgt bereits vier Punkte. „Wir brauchen jetzt das Ergebnis“, betont Hecking. Der Druck ist enorm, und der VfL muss lernen, damit umzugehen. Die Suche nach einem neuen Torjäger beginnt – und die Zeit läuft.
