Wimbledon-protest: sabalenka bricht pressekonferenz abrupt ab!
Ein Schlag ins Gesicht für Wimbledon? Aryna Sabalenka, die Nummer eins der Weltrangliste, hat am heutigen Dienstag eine reguläre Pressekonferenz vor dem Rasenklassiker 2026 in Wimbledon nach nur 15 Minuten vorzeitig beendet. Der Grund: Ein Protest gegen die weiterhin unbefriedigende Verteilung der Preisgelder bei den Grand Slams.

Ein signal an die konkurrenz: sabalenka spricht sich klar aus
Die Aktion ist kein spontaner Ausbruch, sondern eine Ankündigung gefolgt. Sabalenka gehört zu einer Gruppe von Tennisprofis, die seit Längerem die Preisgeldstruktur bei den großen Turnieren für ungerecht halten. „Wir machen es für die restlichen Spieler“, erklärte die 28-Jährige, was die Bedeutung ihrer Geste unterstreicht. Es geht nicht nur um sich selbst, sondern um eine kollektive Forderung nach mehr Gerechtigkeit.
Die Organisatoren von Wimbledon hatten zwar vor kurzem eine Erhöhung der Prämien um 20 Prozent bekannt gegeben – insgesamt 64,2 Millionen Pfund (ca. 74,3 Millionen Euro) – doch Sabalenka sieht das kritisch. „Wenn man sich die Preisgelder der letzten zehn Jahre ansieht, sind sie fast unverändert geblieben.“ Die 15-minütige Dauer der Pressekonferenz ist dabei kein Zufall: Sie symbolisiert, dass Wimbledon derzeit weniger als 15 Prozent seiner Einnahmen als Preisgeld auszahlt.
Die Forderungen gehen jedoch weit über mehr Geld hinaus. Neben einer gerechteren Preisgeldverteilung fordern die Spieler auch mehr Mitspracherecht, bessere Gesundheitsleistungen und eine solide Altersvorsorge. Die Proteste sind Teil einer wachsenden Unzufriedenheit innerhalb der Tenniswelt, die bereits bei den French Open in Paris deutlich wurde.
Die Fans, so Sabalenka, sollen die Situation verstehen: „Wir spielen wie immer. Das Einzige, was wir tun, ist, die Zeit mit der Presse zu begrenzen.“ Ob dieser symbolische Akt ausreicht, um die Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen, bleibt abzuwarten. Die Tenniswelt beobachtet genau, ob weitere Spielerinnen und Spieler diesen Protest unterstützen und wie die Organisatoren von Wimbledon reagieren werden. Der Rasenklassiker beginnt, und mit ihm eine neue Ära der Auseinandersetzung um faire Bedingungen im Profisport.
