Uruguay am boden: bielsa-debakel kostet millionen!
Die Ernüchterung in Uruguay ist komplett. Nach dem desaströsen Gruppensieg bei der Weltmeisterschaft, in der die Nationalmannschaft völlig unerwartet scheiterte, steht Trainer Marcelo Bielsa im Sturm der Kritik. Die Summe der Enttäuschung – und der gezahlten Gehälter – ist schlichtweg astronomisch.

„Millionen im papierkorb“: die uruguayische presse schlägt alarm
Die Titelseite des renommierten „El País“ hallt wie ein Donnerschlag wider: „Millones a la basura“ – „Millionen im Papierkorb“. Ein deutlicher Hinweis auf Bielsas astronomisches Gehalt von vier Millionen Euro pro Jahr, das nun in den Sand gesetzt scheint. Bis zum Eintreffen von Carlo Ancelotti in Brasilien war er der bestbezahlte Trainer der WM, selbst vor Lionel Scaloni. Die Bilanz ist vernichtend: Zwei Punkte aus drei Spielen gegen Saudi-Arabien, Kap Verde und Spanien reichten nicht aus, um die K.O.-Runde zu erreichen – ein historischer Tiefpunkt für Uruguay.
Doch die Kritik an Bielsa kommt nicht nur von außen. Der Argentinier selbst räumte nach dem Ausscheiden Verantwortung ein. Aussagen wie „Ich hinterlasse dem uruguayischen Fußball nichts“ oder „Ich bin der Hauptverantwortliche für diese Niederlage“ sorgten für zusätzliche Irritationen. Das Gefühl des Scheiterns scheint ihn tief zu treffen.
Fragwürdige Entscheidungen auf dem Platz: Die Aufstellungspolitik des „Loco“ wird nun besonders intensiv hinterfragt. Die Suspendierung von Torwart Fernando Muslera, die Forderung von Bielsa, die unglückliche Auswechslung des Kapitäns Federico Valverde zu Beginn der zweiten Halbzeit und die Tatsache, dass neun Spieler im Kader überhaupt nicht zum Einsatz kamen, nähren die Debatte. Ronald Araújo und José María Giménez fielen zwar verletzt aus, doch die Nichtberücksichtigung weiterer talentierter Spieler wie Santiago Bueno, Joaquín Piquérez oder Facundo Pellistri wirft Fragen auf. Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: 0 Minuten Einsatzzeit für neun Spieler – ein Zeichen mangelnder Integration oder taktischer Fehlentscheidungen?
Die Fans sind enttäuscht und fordern Antworten. Die Millionen, die in Bielsa investiert wurden, sind versickert, und das Vertrauen in den uruguayischen Fußball ist erschüttert. Ob Bielsa, der ohnehin angekündigt hatte, nach der WM seinen Abschied zu vollziehen, diesen Sturm überstehen wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Dieser WM-Flop wird noch lange nachhallen und die Zukunft des uruguayischen Fußballs prägen.
