Wetzlar patzt in gummersbach: ahouansou schießt gegen mannschaft
Ein Schock für die HSG Wetzlar: Beim Überraschungsfavoriten Gummersbach setzte es am Samstagabend eine deutliche 32:24-Niederlage. Die Enttäuschung ist riesig, und die Selbstkritik von Philipp Ahouansou kommt wie ein Faustschlag.
Konstanz bleibt die achillesferse der wetzlarer
Nach der Partie ließ es die Mannschaft von Trainer Runar Sigtryggsson nicht gut aussehen. Die Vorzeichen waren klar: Wetzlar wollte in Oberbergisch stabil bleiben, nicht wieder von Null anfangen. Doch das Spiel verlief alles andere als nach Plan. Ahouansou sprach Klartext: „Wir sagen gefühlt im zwei-Spiele-Takt, dass es Ausrutscher sind. Immer wenn es gegen vermeintliche Top-Teams geht, bekommen wir eine Packung und fangen quasi wieder bei Null an.“
Die HSG Wetzlar scheint ein Muster zu erkennen: Ein Kraftakt, dann wieder ein Rückschlag. Immer wenn die Wetzlarer sich aufbäumen und etwas erreichen, folgt prompt eine Enttäuschung. Die Suche nach Konstanz ist somit weiterhin eine große Herausforderung. Die Worte des Spielers treffen den Nagel auf den Kopf: „Irgendwann muss man mal anfangen, eine gewisse Konstanz reinzubringen und von Spiel zu Spiel auch Möglichkeiten mitzunehmen.“

Trainer sigtryggsson: „spiel war bereits in der ersten halbzeit entschieden“
Auch Trainer Sigtryggsson zeigte sich nach dem Spiel bedient. „Das Spiel war schon nach der ersten Halbzeit entschieden“, erklärte der Isländer. „Wir wussten, dass Gummersbach einen Lauf hat und die meisten ihrer Spiele schon in den ersten 15 Minuten entscheiden hat. Das wollten wir verhindern, aber das ist uns überhaupt nicht gelungen.“ Die fehlende Kampfesfreude und der verpasste Start in die Partie lasten schwer auf dem Team.
Das nächste Spiel ist bereits am Sonntag: Ein immens wichtiges Vier-Punkte-Spiel gegen den Bergischen HC. Hier muss die HSG Wetzlar zeigen, ob sie aus den Fehlern gelernt hat und den Abwärtstrend endlich stoppen kann. Ahouansous Appell ist eindeutig: „Wir sollten hier wieder etwas holen.“
Die deutliche Niederlage in Gummersbach wirft einen langen Schatten auf die weiteren Ambitionen der HSG Wetzlar. Bleibt zu hoffen, dass das Team sich schnell erholt und die nötige Konstanz findet, um den Klassenerhalt zu sichern. Denn eines ist klar: In der Handball-Bundesliga sind Ausrutscher teuer zu bezahlen.
