Werder verabschiedet sich: bittencourt und co. spielen letztes mal!

Bremen – Tränen, Abschiede und ein letztes Aufbäumen: Werder Bremen empfängt am Samstag Borussia Dortmund zum Saisonfinale. Doch für einige Spieler ist es ein bittersüßer Abschied. Neben Leonardo Bittencourt, dessen Weg bereits im Dezember besiegelt war, verlassen auch drei Leihspieler die Grün-Weißen.

Ein abschied mit geschichte: bittencourt kehrt zurück nach düsseldorf

Ein abschied mit geschichte: bittencourt kehrt zurück nach düsseldorf

Die Entscheidung um Bittencourt ist längst gefallen, doch die Geschichte hinter seinem Abschied ist pikant. Wie Coach Daniel Thioune verriet, hatte er bereits im vergangenen Sommer versucht, den talentierten Mittelfeldspieler nach Düsseldorf zu lotsen. Ein Wechsel kam damals nicht zustande, nun scheint sich der Kreis zu schließen. „Ich habe natürlich Empfehlungen ausgesprochen und zu jedem Spieler meine Einschätzung abgegeben“, erklärte Thioune auf der Pressekonferenz.

Doch es sind nicht nur Bittencourt's persönliche Verhältnisse, die im Fokus stehen. Auch die Zukunft der Leihspieler Victor Boniface (Bayer Leverkusen), Isaac Schmidt und Maximilian Wöber (Leeds United) ist ungewiss. Während Boniface am Samstag gebührend verabschiedet wird, stehen bei Schmidt und Wöber die Zeichen nicht unbedingt auf längeren Verbleib.

Einige Überraschungen bleiben jedoch offen. Torwart Karl Hein (FC Arsenal), Yukinari Sugawara (FC Southampton), Cameron Puertas (Al-Qadsiah FC) und Jovan Milosevic (VfB Stuttgart) werden nicht offiziell verabschiedet. Hier könnten in den kommenden Tagen noch Gespräche geführt werden. Besonders spannend ist die Situation rund um Hein, Sugawara und Puertas, bei denen Werder zudem Kaufoptionen besitzt. Ob diese tatsächlich gezogen werden, bleibt abzuwarten.

Auch Mitchell Weiser, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, wird vorerst nicht verabschiedet. Die Fans dürfen also hoffen, dass er noch einmal alles gibt, um einen würdigen Abschied zu feiern. Thioune betonte, dass er bei Schmidt nicht den Eindruck erweckt habe, „Spielzeit einsammeln und nachhaltig Eindruck hinterlassen“ zu können, schloss aber nicht gänzlich aus, dass der Außenverteidiger im Sommer doch noch an die Weser zurückkehrt. Eine überraschende Wendung, die zeigt, wie unvorhersehbar der Fußball sein kann.

Die Partie gegen Dortmund ist somit nicht nur das letzte Spiel der Saison, sondern auch ein emotionaler Abschied von einigen verdienten Spielern. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Kapitel für sie in Zukunft aufgeschlagen werden. Doch eines ist sicher: Die Fans werden sie nicht vergessen.