Wasserball-sensation: italienische frauen kämpfen sich in rotterdam zurück!
Rotterdam – Ein dramatisches Finale, ein Nervenkrimi bis zur letzten Sekunde: Die italienische Frauen-Nationalmannschaft hat in den Qualifikationsspielen für die Weltmeisterschaft gegen Australien mit 15:14 nach Siebenmeter-Werfen einen Sieg errungen. Ein Auftritt voller Herzblut und Charakter, der Hoffnung für die Zukunft weckt.

Die wende im spiel: vom rückstand zur euphorie
Die Ausgangslage war alles andere als rosig. Nach der knappen Niederlage gegen Griechenland stand nun die Begegnung gegen den olympischen Vize-Weltmeister aus Australien an. Und zunächst sah es düster aus: Nach der ersten Halbzeit lag Italien bereits mit 7:2 im Rückstand. Die australische Abwehr war unüberwindbar, und die italienischen Angriffe brachen an der soliden Deckung ab.
Doch dann kehrte die Mannschaft um das neue Trainergesicht Maurizio Mirarchi zurück ins Spiel. Mit einem beeindruckenden Kraftakt kämpften sich die „Azzurre“ Punkt für Punkt zurück. Die zweite Halbzeit gehörte Italien, die mit neuem Elan und taktischer Flexibilität die Partie komplett drehten. Ein Ausgleichstreffer durch Giustini nach spannenden Spielzügen führte zu einer dramatischen Verlängerung und schließlich zu den entscheidenden Siebenmeter-Würfen.
Ein taktischer Schachzug und ein glanzvoller Auftritt im Tor: Keeper Sesena avancierte an diesem Abend zur spielentscheidenden Figur. Ihre Parade gegen Halligan im entscheidenden Moment sicherte Italien den Sieg. Auch die jungen Spielerinnen wie Cabona zeigten Einsatzfreude und kämpften um jeden Ball.
Die Leistung ist ein deutliches Zeichen: Italien befindet sich im Aufwind. Auch wenn der Sieg gegen Australien zwar nicht garantiert den direkten Einzug in die Final Eight bedeutet, so hat er doch gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Der kommende Gegner, die Niederlande, wird eine weitere schwere Prüfung sein, aber die Moral ist gestärkt, und das Team ist bereit für die Herausforderung.
Am Sonntag trifft Italien auf die Gastgeber und amtierenden Europameister aus den Niederlanden. Ob es für den Sprung in die Final Eight reicht, wird sich zeigen. Die bisherigen Ergebnisse der Gruppenphase deuten jedoch darauf hin, dass es ein hartes Rennen wird. Die Spiele werden live auf World Aquatics übertragen.
