Wagner reflecciona: image und kommunikation – lehren aus augsburg
Fünf Monate nach seinem Aus beim FC Augsburg zieht Sandro Wagner Bilanz. Der ehemalige Bundesliga-Trainer spricht offen über sein Image, Kommunikationsstrategien und die persönlichen Erkenntnisse, die er aus seiner ersten Chefentraîner-Station mit sich führt. Ein Kapitel, das offenbar nicht ohne Reibungen verlief.
Selbstkritik und das bild des überfliegers
Wagner räumte ein, dass der Eindruck, er habe den Verein in Augsburg in den Schatten gestellt, in der Vergangenheit entstanden sei. „Das war nie meine Absicht“, betonte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Er zog die Konsequenz: „Ich glaube, ich habe die richtigen Lehren daraus gezogen.“ Es sei möglicherweise die spezielle Konstellation in Augsburg gewesen, die dieses Bild geformt habe. Die Erkenntnis ist klar: Zukünftig werde er bei der Wahl seiner neuen Station deutlich genauer hinschauen. „Wo das gesamte Umfeld offen für Veränderungen ist, alle Leute richtig Bock draufhaben – da muss ich noch besser überlegen, wo ich als Trainer und als Person hinpasse.“

Imagepflege: ein balanceakt
Ein zentraler Punkt Wagners Selbstreflexion ist sein öffentliches Image. Er gestand, dass er seine „Polarisierung“ in der Vergangenheit nicht ausreichend berücksichtigt habe. „Ich weiß, wer ich bin und dass ich auch mal polarisiere“, so Wagner. Er will künftig sein Image „nicht noch unnötig weiter befördern“ und sich stärker auf die Sache konzentrieren. Der ehemalige Co-Trainer von Julian Nagelsmann bei der deutschen Nationalmannschaft scheint aus seinen Fehlern zu lernen.

Vorbild kompany: die kunst der unangreifbarkeit
Im Bereich der Kommunikation nach außen sieht Wagner seinen Münchner Kollegen Vincent Kompany als Vorbild. „Sich nicht angreifbar zu machen, beherrscht kaum einer so gut wie er“, lobte Wagner. Dieser Ansatz scheint dem ehemaligen Bundesliga-Stürmer wichtig zu sein, um zukünftig weniger Fettnäpfchen zu vermeiden. Wagners Engagement in Augsburg endete im Dezember nach lediglich drei Siegen aus zwölf Ligaspielen – ein Abschneiden, das er selbst nicht als existentiell einschätzt. „Nichts, was mich ins Wanken bringt“, erklärte er selbstbewusst.

Die zukunft: „wenn’s passt, lege ich los“
Trotz des enttäuschenden Abschneidens in Augsburg ist Wagner „wieder heiß“ und bereit für eine neue Herausforderung. „Wenn was passt, lege ich los, und wenn nicht, dann nicht“, so seine klare Ansage. Die Fußballwelt wird gespannt beobachten, wo und wann der erfahrene Coach sein Comeback geben wird. Die Vergangenheit ist aufgearbeitet, die Zukunft offen.
