Wagner kritisiert magic nach deutlicher niederlage: „das ist kein segen!“
Orlando – Der Comeback-Auftritt von Franz Wagner endete jäh im Debakel. Nach fast zwei Monaten Verletzungspause kehrte der Shooting Guard der Orlando Magic zurück, doch das Team erlitt eine vernichtende 101:130-Niederlage gegen die Atlanta Hawks. Wagner selbst nahm kein Blatt vor den Mund und übte scharfe Selbstkritik.

Wagner: „wir haben das spiel geschenkt“
Knapp 20 Minuten stand Wagner auf dem Feld und kam auf zwölf Punkte (5/16 FG), wobei seine sechs Dreierversuche allesamt fehlkamen. Die Minuten des Berliners waren mit einem Minus von -12 Wert – der schlechteste Wert aller Starting Five. „Wir waren als Team schrecklich und natürlich hätte ich gerne besser gespielt“, gab Wagner zu. „Ich habe versucht, den Rost abzuschütteln. Hart spielen und meinen Gegenspieler kontrollieren.“ Doch das gelang nur bedingt.
Was niemand direkt anspricht, ist die erschreckende Diskrepanz zwischen einem vielversprechenden Start und dem anschließenden Zusammenbruch. Das zweite Viertel wurde mit einem katastrophalen 26:47 verloren, eine Spirale, aus der sich die Magic nicht mehr befreien konnten. Buhrufe der enttäuschten Fans waren die Folge. „Das sind taktische und mentale Dinge“, erklärte Wagner. „Du musst einen gewissen Stolz zeigen und dich daran erinnern, dass es ein Segen ist, auf dem Feld stehen zu dürfen. Ich glaube nicht, dass wir das immer machen und heute war genau so ein Abend.“
Die fehlende Konstanz nagt an den Magic. Wagner betonte zwar, dass das Team nicht über die gesamten 48 Minuten schlecht gespielt habe, sondern lediglich in bestimmten Phasen das Spiel komplett abschenkte. „Es gibt immer wieder Phasen, wo wir richtig schlecht sind. Auf diesem Level ist das nicht zu entschuldigen. Da bewahren wir oft keinen kühlen Kopf und das merkt der Gegner natürlich und zieht daraus einen Vorteil.“ Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Orlando rutschte in der Eastern Conference auf den neunten Platz ab. Bei noch sechs ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf die Playoff-Plätze bereits zwei Spiele – eine erschreckende Prognose.
Die Reise zu den Dallas Mavericks in der Nacht auf Samstag wird für die Magic zu einem weiteren Test. Ob die Mannschaft in der Lage sein wird, die mentale Stabilität zurückzugewinnen und ihre Leistung zu konsolidieren, bleibt abzuwarten. Der Blick auf die Tabelle ist düster, aber Wagner hat Recht: Es braucht mehr Stolz und eine gehörige Portion Kampfgeist, wenn die Magic ihre Hoffnungen auf die Playoffs noch am Leben erhalten wollen.
