Fußball-bulgarien trauert: legende michajlow stirbt mit 63 jahren

Ein Schock geht durch den bulgarischen Fußball: Borislaw Michajlow, eine Ikone der Nation und Kapitän der historischen WM-Mannschaft von 1994, ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Nach einem schweren Schlaganfall im vergangenen Jahr, der ihn monatelang in ein Koma zwang, erlag er nun seinen Verletzungen.

Der „torwart mit dem toupet“ – mehr als nur ein schlussmann

Der „torwart mit dem toupet“ – mehr als nur ein schlussmann

Michajlow war weit mehr als nur ein herausragender Torwart. Er war eine Führungsfigur, sowohl auf dem Platz als auch im Verband. Zwischen 1983 und 1998 bestritt er 102 Länderspiele für Bulgarien und führte sein Team 1994 in den Vereinigten Staaten zu einem denkwürdigen Erfolg. Der Viertelfinaleinzug, gekrönt durch den überraschenden 2:1-Sieg gegen Deutschland, markiert bis heute das beste Abschneiden Bulgariens bei einer Weltmeisterschaft. Ein Triumph, der die Nation in Euphorie versetzte und Michajlow zu einem nationalen Helden machte.

Seine Karriere als Spieler führte ihn von Levski Sofia über Belenenses Lissabon und den FC Reading bis hin zum FC Zürich, wo er seine aktive Laufbahn beendete. Doch sein Engagement für den Fußball endete nicht mit dem Abpfiff. Von 2005 bis 2023 prägte er als Präsident den bulgarischen Fußballverband und vertrat die Interessen seines Landes zudem acht Jahre lang im UEFA-Exekutivkomitee.

Die Familie Michajlow ist eng mit dem Fußball verwoben: Sowohl sein Vater, Bisser, als auch sein Sohn, Nikolaj, bewachten ebenfalls das bulgarische Tor. Eine Dynastie, die das Land über Jahrzehnte geprägt hat. Der bulgarische Fußballverband würdigte Michajlow als „Legende des bulgarischen Fußballs“ und drückte der Familie sein tiefstes Beileid aus. Der Verlust eines so bedeutenden Sportlers und Funktionärs hinterlässt eine tiefe Lücke.

Das vergangene Jahr war für Michajlow von persönlichem Leid geprägt. Der Schlaganfall, dem er erlegen ist, raubte ihm nicht nur seine Gesundheit, sondern auch die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Sportgeschehen teilzunehmen. Sein Vermächtnis bleibt jedoch unvergessen und wird in den Herzen aller bulgarischen Fußballfans weiterleben.