Vsg altglienicke feuert parlatan nach nur neun monaten

Das Experiment ist gescheitert. Ersan Parlatan ist nicht mehr Trainer der VSG Altglienicke – freigestellt Anfang dieser Woche, nach gerade einmal 29 Pflichtspielen und knapp neun Monaten im Amt. Wenn die Berliner am Freitagabend im Stadtduell gegen den BFC Dynamo im Sportforum Hohenschönhausen antreten, sitzt ein anderer auf der Bank.

Drei punkte aus fünf spielen – das war zu wenig

Die Zahlen erzählen die Geschichte besser als jede Erklärung. Aus den fünf Partien im Kalenderjahr 2026 holte die VSG lediglich drei Punkte – allesamt durch Remis gegen FSV Zwickau (2:2), Carl Zeiss Jena (0:0) und SV Babelsberg 03 (1:1). Dazu kamen zwei Niederlagen, darunter ein blamables 0:4 gegen den ZFC Meuselwitz. Sechs Spiele ohne Sieg. Das ist keine Formkrise mehr, das ist ein Muster.

Parlatan, gebürtiger Berliner und erst zur Saison 2025/26 verpflichtet, besaß noch einen Vertrag bis Juni 2027. Sportchef Torsten Mattuschka und die VSG-Verantwortlichen entschieden sich trotzdem, die Reißleine zu ziehen. Manchmal zählt ein Vertragsdatum weniger als die Tabellensituation – die VSG steht derzeit auf Rang sechs der Regionalliga Nordost.

Dan twardzik kennt diese rolle bereits

Dan twardzik kennt diese rolle bereits

Als Interimslösung für das Duell gegen den BFC rückt aller Voraussicht nach Dan Twardzik vor. Der 34-jährige Co-Trainer ist kein Unbekannter in dieser Funktion: Bereits in der Vorsaison übernahm er nach der Trennung von Semih Keskin das Ruder und betreute die Mannschaft über zehn Pflichtspiele hinweg. Er weiß, was auf ihn zukommt.

Offiziell bestätigt hat die VSG die Trennung bislang noch nicht. Aber das Schweigen eines Vereins sagt manchmal mehr als jedes Statement. Parlatan ist weg – das Berliner Stadtderby am Freitag findet ohne ihn statt.