Leon hein verlässt ludwigshafen – haaß erklärt den harten schnitt

Die Eulen Ludwigshafen lassen Leon Hein ziehen. Nach nur einem Jahr in der Pfalz muss der 23-jährige Kreisläufer wieder auf die Suche nach Spielzeit gehen – ein Transfer, der im Klub längst abgesegnet ist.

Kein platz mehr zwischen stüber und röller

Kein platz mehr zwischen stüber und röller

Hein kam im Sommer aus Magdeburg, um sich durchzusetzen. Stattdessen landete er hinter Frederic Stüber und Lars Röller auf der Reservistenbank. 24 Spiele, acht Mal ohne Sekunde Einsatzzeit, sieben Tore, drei Assists – die Statistik liest sich wie ein Lehrstück über Warteschleife.

Trainer Michael Haaß redet kein Blatt vor den Mund: „Leon hat es treffend formuliert. Er ist nicht mehr 18, aber auch keine 30. Er muss jetzt spielen.“ Die Botschaft ist klar: Wer nicht regelmäßig spielt, verpasst den Anschluss. Und Hein hat genug gewartet.

Der ehemalige Magdeburger profitierte trotzdem. „Durch das Training unter Micha habe ich in der Abwehr auf der Halbposition einen Sprung nach vorne gemacht“, gibt Hein zu. Doch Defensivleistungen reichen nicht, wenn der Angriff blockiert ist. Stüber und Röller liefern, die Tabellenlage erlaubt kein Experiment.

Ein neuer Klub steht noch nicht fest. „Ich bin momentan in Gesprächen. Ich habe aber noch nichts unterschrieben“, sagt Hein. Die Eulen verzichten auf eine Ablöse, wollen ihm aber den Weg frei machen. Haaß ist sicher: „Sein Weg ist noch nicht zu Ende.“

Für Hein beginnt jetzt der entscheidende Teil seiner Karriere. Weiterwarten geht nicht. Weglaufen auch nicht. Er muss spielen – sonst wird er zum nächsten Talent, das in der 2. Liga versandet.