Vsg altglienicke feuert ersan parlatan nach horror-start
Die VSG Altglienicke zieht die Notbremse: Nach fünf sieglosen Spielen und nur zwei Punkten aus fünf Pflichtspielen 2026 ist Trainer Ersan Parlatan raus – samt Co-Trainer Ercan Aydinoglu.
„Unsere vorstellungen gehen auseinander“
Der Klub verkündet die Trennung am Dienstagmittag mit einem knappen Statement. Torsten Mattuschka, Ex-Union-Profi und jetzt sportlicher Leiter, spielt den Ball zurück: Parlatan habe gearbeitet „mit großem Engagement und hoher fachlicher Qualität“. Doch: „Unsere Vorstellungen in zentralen sportlichen Fragen auseinander.“ Konkret wird nichts. Aber die Tabelle spricht eine klare Sprache: seit Jahresbeginn zwei Niederlagen, drei Remis, Platz sieben – fünf Punkte hinter dem Aufstiegs-Relegationsrang.
Der 48-Jährige war erst im Sommer mit einem Zwei-Jahres-Vertrag an den Alten Försterweg gekommen. Nach einem 3:0-Auftaktsieg gegen Cottbus schien die Luft raus. Die Mannschaft wirkte ideenlos, die Abwehr unkompakt, der Angriff zahnlos. Zuletzt ein 0:2 gegen direkte Konkurrenten aus Babelsberg – das war Mattuschkas rote Linie.

Dan twardzik springt ein – schon wieder
Als Retter muss nun Dan Twardzik ran – schon zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten. Der 34-jährige Ex-Keeper coachte die VSG bereits nach Semih Keskins Entlassung im Vorjahr drei Spiele lang. Jetzt bekommt er bis Saisonende das Kommando, assistiert wird er von Björn Brunnemann, einst Bundesliga-Profi bei Freiburg und 1860. „Dan kennt die Mannschaft, den Verein und unsere Spielidee im Detail“, schwärmt Mattuschka. Die Kaderplanung für die neue Saison läuft längst – wer im Sommer wirklich auf der Bank sitzt, entscheidet sich erst im Mai.
Die Fans reagieren gemischt: Die einen feiern Mattuschkas Konsequenz, die anderen befürchten den nächsten Neuanfang. Die Wahrheit liegt auf dem Platz: Am Sonntag gastiert Schlusslicht Optik Rathenow im Stadion an der Berliner Straße. Ein Pflichtsieg – sonst wird auch Twardzik die Kurve nicht mehr kriegen.
