Viviano zerlegt ranieri: „wer gasperini erziehen will, hat nichts kapiert“

Rom brennt – und Emiliano Viviano schießt mit scharfer Munition. Der ehemalige Roma-Keeper wetterte live auf Sportium.fungegen Sportdirektor Claudio Ranieri: „Ranieri ist nicht Jesus. Wer sich einbildet, einen 67-jährigen Vulkan namens Gasperini zum Schoßhund zu erziehen, der hat entweder keine Ahnung oder ist maßlos überheblich.“

Gasperinis geschichte ist kein geheimnis

Gasperinis geschichte ist kein geheimnis

Der Ex-Portier legt nach: „Jeder weiß, wie Gasperini tickt. Der Mann liefert – Europa-League-Sieg, Spieler wie 0-Euro-Pakete zu 50-Millionen-Transfers verwandelt, dabei mit jeden Sportchef aneinandergeraten. Das ist sein Stil, sein Erfolgsrezept. Wenn du ihn holst, unterschreibst du auch den Tumult. Wer das nicht will, sollte eben jemanden verpflichten, der brav die Hand aufhält.“

Ranieri hatte im Winter Gian Piero Gasperini als Feuerwehrmann engagiert, um die verunsicherte Roma wieder in die Champions-League-Ränge zu schießen. Stattdessen tickt der Coach weiter wie eine Bombe: öffentliche Rüffel an Verantwortlichen, Trainingseinheiten mit Megafon-Stimme, Kabinen-Zoff. Kurz: alles wie gehabt.

„Wenn du dich hinterher beschwerst, wirfst du nur dein eigenes Fehlurteil an die Wand“, so Viviano. „Du wusstest, dass du kein Lamm verpflichtest, sondern einen Hund, der schon immer laut kläfft. Und jetzt wunderst du dich, dass er beißt?“

Die Roma-Fans sind gespalten: Die einen sehen in Gasperini den nötigen Schock, um die Truppe wachzurütteln; die anderen fürchten, dass der Klub zum Schauplatz der nächsten Tragödie wird. Viviano gibt sich desillusioniert: „Am Ende steht Ranieri da, blamiert, weil er einen Tiger zum Vegetarier machen wollte. Aber Tiger fressen nun mal Fleisch – und Gasperini frisst Direktoren zum Frühstück.“