Vingegaard: wechsel zu ineos? "kann ich mir nicht vorstellen!"
Die Gerüchteküche brodelt, doch Jonas Vingegaard scheint unentschlossen zu sein. Der dänische Radstar hat in aller Öffentlichkeit einen Riegel gegen Spekulationen über einen Wechsel zum Netcompany-Ineos-Team geschoben – mitten im Kampf um den Gesamtsieg der Giro d’Italia. Ein klares Bekenntnis, das die Fans des Teams Visma-Lease a Bike sicherlich erfreut.
Ein fokus auf das hier und jetzt
Während die Medienlandschaft sich fragt, ob der erfahrene Vingegaard den Sprung zu den Briten wagt, konzentriert sich der 29-Jährige voll und ganz auf die aktuelle Herausforderung in Italien. Nach einer anstrengenden 15. Etappe betonte er, dass er sich mit seinem langjährigen Team einen Erfolg erarbeiten möchte. Die Straßen, so Vingegaard, waren „nicht die sichersten“, aber die Entschlossenheit, die Grand Tour zu gewinnen, ist ungebrochen.
Ein Sieg bei der Giro d’Italia würde für Vingegaard das Triple krönen – nach den Erfolgen bei der Tour de France 2022 und 2023 sowie der Vuelta a España 2025. Es erscheint eine Frage der Zeit, bis er seine Dominanz unter Beweis stellt und das Rennen für sich entscheidet.
Die Gerüchte um ein Interesse von Netcompany-Ineos scheinen den Dänen jedoch kaum zu stören. Vingegaard hat stets betont, seine Karriere von Jahr zu Jahr zu planen, ein Ansatz, den er seit seinem schweren Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt 2024 konsequent verfolgt.

Karriereende? ein ferner gedanke
Die Frage nach einem möglichen Karriereende wirft ebenfalls Fragen auf. Vingegaard weist diese jedoch von sich. „Im Moment kann ich mir das Beenden meiner Karriere nicht vorstellen. Ich werde einfach von Jahr zu Jahr schauen. Solange es mir noch Spaß macht, werde ich weiterfahren“, erklärte er entschlossen. Seine Freude am Radsport ist bei Visma-Lease a Bike seit 2019 offensichtlich und scheint ihn auch in Zukunft motivieren zu können.
Ob er bis zum Alter von 35 Jahren fahren wird? Eine gute Frage, räumte der Däne ein, angesichts seiner baldigen 30. Geburtstag. Die Konkurrenz aus Großbritannien, angeheizt durch den Einstieg von Netcompany bei Ineos Grenadiers, könnte Visma zunehmend herausfordern. Aber Vingegaard scheint auf seine aktuelle Umgebung zu setzen, zumindest für den Moment.
Die letzten sechs Etappen der Giro d’Italia bieten nun die Chance, das bisherige Engagement zu krönen. Ob Vingegaard in Rom am kommenden Sonntag tatsächlich triumphieren wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der dänische Superstar hat seine Prioritäten klar definiert und lässt sich von äußeren Umständen nicht beirren.
