Vingegaard: thomas kritisiert dänen nach giro-zeitfahren
Geraint Thomas, erfahrener Sportdirektor bei Ineos, hält sich nicht mit Höflichkeitenzurück. Nach dem Zeitfahren der Giro d'Italia hat er seine Einschätzung zu Jonas Vingegaard geteilt – und die ist alles andere als schmeichelhaft. Der Waliser, bekannt für seine Direktheit, sorgte im aktuellen Podcast „Watts Occurring“ für Gesprächsstoff.

Ein zeitfahren unter erwartungen
„Jonas war etwas unter dem Radar“, so Thomas unmissverständlich. „Ich hatte mehr von ihm erwartet. Vielleicht etwas ohne die gewohnte Energie, würde ich sagen. Ich will niemanden verärgern, aber ich glaube, es gab mehr Potenzial für eine bessere Leistung.“ Diese Worte werfen Fragen auf, insbesondere angesichts der Dominanz Vingegaards in den Bergen.
Doch die Kritik beschränkte sich nicht nur auf die Chrono. Thomas analysierte auch Vingegaards Auftritte in den Bergwertungen. Obwohl der Däne bereits zwei Etappen für sich entscheiden konnte – auf dem Blockhaus und im Corno alle Scale – sieht Thomas noch Luft nach oben. „Vielleicht war Jonas etwas angeschlagen oder so“, mutmaßte der ehemalige Giro-Sieger. „Selbst in den Bergwertungen, wo er zweifellos alle überrollt und zwei Etappen gewonnen hat, wäre die Differenz zu Felix Gall in seiner besten Form größer gewesen.“
Die Frage ist: Ist Vingegaard wirklich nicht in Topform? Thomas betonte jedoch, dass er Vingegaards Position im Gesamtklassement nicht in Frage stellt. „Es wirkt, als wäre die Lücke zwischen dem Rest des Feldes und Jonas nicht mehr so groß in den Bergen. Heute fehlte ihm einfach die nötige Kraft.“ Die Konkurrenz scheint näher gerückt zu sein, und Vingegaard muss sich anstrengen, um den rosa Trikot zu verteidigen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Däne seine Form wiederfinden und seine Führung in der Gesamtwertung behaupten kann. Es bleibt spannend, ob Thomas' Einschätzung sich bewahrheitet und Vingegaard seine Kritiker eines Besseren beweisen wird.
