Thunder schlagen zurück: spurs gedemütigt, serie ausgeglichen!
Oklahoma City hat San Antonio eine Lektion erteilt. Nach der knappen Niederlage im ersten Spiel schlugen die Thunder im zweiten Duell der Western Conference Finals die Spurs mit 122:113 und glichen die Serie auf 1:1 aus. Ein Sieg, der nicht nur die Ausgangslage verändert, sondern auch die Frage aufwirft, ob die Spurs wirklich bereit für die ganz große Bühne sind.
Caruso als unbesungener held, wembanyama nicht in topform
Während Shai Gilgeous-Alexander mit 30 Punkten den Angriff der Thunder anführte, war es Alex Caruso, der mit seiner aggressiven Verteidigung und 17 Punkten das Spiel maßgeblich beeinflusste. Die Bank von Oklahoma City steuerte beeindruckende 57 Punkte bei, ein klarer Beweis für die Tiefe des Kaders. Auf der anderen Seite wirkte Victor Wembanyama zwar mit 21 Punkten und 17 Rebounds, aber nicht dominant. Die Spurs, bereits ohne De’Aaron Fox, mussten zudem auf Dylan Harper verzichten, dessen Ausfall nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel die Situation weiter verschärfte.
Die Defensive der Thunder war schlichtweg beeindruckend. 21 Ballverluste wurden von den Spurs erzwungen, ein deutlicher Indikator für den Druck, der von Oklahoma City ausgeübt wurde. Die Schiedsrichterentscheidungen sorgten ebenfalls für Gesprächsstoff. Isaiah Hartenstein, der Stephon Castle mit einer unschönen Aktion an den Haaren packte (ohne Pfiff!), nutzte die Spielsituation aus, um Wembanyama zu behindern. Oklahoma City profitierte von sieben mehrer Freiwürfen als San Antonio.
Ein weiteres Problem für die Spurs: Die Verletzungssorgen nehmen zu. Jalen Williams, dessen Einsatz ebenfalls fraglich war, verbrachte nur sieben Minuten auf dem Feld, nachdem er sich eine ähnliche Verletzung im Adduktorenbereich zugezogen hatte wie bereits in der vorherigen Runde gegen die Lakers. Seine Fitness muss genau beobachtet werden.
Die Spurs wirkten angesichts der zahlreichen Widrigkeiten gedemütigt. Coach Johnson musste zweimal erfolgreich Einspruch einlegen, um zumindest einige fragwürdige Fouls gegen Wembanyama zu korrigieren. Doch die 13 Ballverluste in der ersten Hälfte und die fehlende Konstanz im weiteren Spielverlauf ließen keine Zweifel an der Überlegenheit der Thunder.
Shai Gilgeous-Alexander kommentierte nach dem Spiel: „Wir haben die nötige Energie gebracht, um die Arbeit zu erledigen. Ich war dieses Mal okay, nicht so effizient, wie ich es mir gewünscht hätte, aber wir haben gewonnen – das ist alles, was wir uns hätten wünschen können. Jetzt müssen wir das auswärts wiederholen.“
Das nächste Spiel findet am Samstag um 2:30 Uhr (deutscher Zeit) in San Antonio statt. Ob die Spurs die Wende schaffen können, bleibt abzuwarten. Die Thunder haben gezeigt, dass sie zu allem bereit sind.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache
Oklahoma City: Gilgeous-Alexander 30 (12/21, 0/3, 6/6 FT), Caruso 17, Holmgren 13. Rebounds: Hartenstein 13. Assists: Gilgeous-Alexander 9.
San Antonio: Castle 25 (9/11, 1/6, 4/4 FT), Vassell 22, Wembanyama 21. Rebounds: Wembanyama 17. Assists: Castle 8.
Die Serie ist nun völlig offen. Die Spurs müssen sich neu fokussieren und ihre Verletzungsprobleme in den Griff bekommen, wenn sie in dieser Finals-Serie überhaupt eine Chance haben wollen.
