Bernardo silva: abschied vom etihad – ein blick zurück auf neun prächtige jahre
Manchester – Ein Kapitel geht zu Ende: Bernardo Silva hat seinen Abschied vom Manchester City offiziell bestätigt. In einem offenen Gespräch offenbarte der portugiesische Mittelfeldspieler die Gründe für seinen Wunsch nach einem Wechsel und blickte auf eine außergewöhnliche Zeit im englischen Fußball zurück. Der Abschied von Pep Guardiola und seinen Teamkollegen wird emotional, doch Silva blickt nach vorne.
Die entscheidung reifte über zwei jahre
Die Entscheidung, Manchester City zu verlassen, sei keine spontane gewesen, betonte Silva in einem Interview. Vielmehr habe er und seine Familie bereits vor zwei Jahren, zur Zeit der Vertragsverlängerung im Jahr 2023, begonnen, über einen Wechsel nachzudenken. „Es war ein langer Prozess, eine Entscheidung, die wir gemeinsam getroffen haben“, erklärte der Portugiese. Der geplatzte Wechsel zum FC Barcelona im Sommer 2022 spielte dabei offenbar eine Rolle, auch wenn er dies nicht explizit erwähnte.
Aktuell steht der Wechsel zu Atlético Madrid im Raum, wie bereits von MARCA berichtet. Silva scheint jedoch gelassen in die Zukunft zu blicken und betont, dass er den Abschied von City mit Würde und Respekt begegnen werde. „Ich stelle mir keine Tränen vor“, so Silva. „Aber es ist natürlich emotional, zu wissen, dass ich mit einigen Spielern nicht mehr zusammenarbeiten werde. Das gibt mir Gänsehaut.“

Champions-league-triumph und die bittere niederlage im bernabéu
Die Zeit in Manchester war geprägt von Höhen und Tiefen. Der Gewinn der UEFA Champions League in der Saison 2022/23 wird Silva als einer der prägendsten Momente seiner Karriere bezeichnen. Die anschließenden Feierlichkeiten waren legendär: „Die Final war um 22:00 Uhr in Istanbul. Wir sind erst um 2 Uhr morgens im Hotel angekommen und haben die ganze Nacht gefeiert. Meine Großmutter, die über 80 Jahre alt war, ging normalerweise erst am Mittag ins Bett. Wir sind ohne Schlaf nach Manchester geflogen und haben dann beschlossen, nach Ibiza zu fahren. Wir waren dort zehn Stunden und sind dann zurückgeflogen. Es waren fast anderthalb Tage ohne Schlaf!“
Doch es gab auch schmerzhafte Enttäuschungen, insbesondere die Niederlagen in der Champions League gegen den Real Madrid. „Die Finalniederlage 2021 und die Halbfinalpleite im Bernabéu 2022 waren hart. Nach so viel Frustration in der Champions League war es umso schöner, endlich den Titel zu holen.“

„Bernardiola“ – guardiola’s besondere wertschätzung
Besonders hervorzuheben ist das enge Verhältnis zwischen Bernardo Silva und seinem Trainer Pep Guardiola. Der Katalane hat stets seine Bewunderung für den Portugiesen offen gezeigt. „Ich weiß nicht, was ich Pep Guardiola getan habe“, scherzte Silva. „Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass er mir vertraut und mich schätzt. Von Anfang an habe ich das Gefühl gehabt, seine und des Vereins Unterstützung zu haben.“ Innerhalb des Vereins wurde Silva aufgrund dieser besonderen Verbindung sogar mit dem Spitznamen „Bernardiola“ versehen – eine Hommage an den legendären Trainer Helenio Herrera, der bei Inter Mailand für den Spitznamen „La Grande Inter“ sorgte.
Bernardo Silva verlässt Manchester City nach neun Jahren. Eine Ära geht zu Ende, aber die Erinnerungen an seine Leistungen und seine Persönlichkeit werden lange in Erinnerung bleiben. Die Fußballwelt wird gespannt beobachten, wie sich seine Karriere bei Atlético Madrid entwickelt.
