Vincenzo scifo wird 60: der vergessene star der 80er

Ein talent wie rivera und platini? vincenzo scifo feiert geburtstag

Heute, am 19. Februar, feiert Vincenzo Scifo seinen 60. Geburtstag. Der gebürtige Sizilianer, der in den 80er Jahren als eines der größten Talente im europäischen Fußball galt, spielte unter anderem für Inter Mailand und Torino. Er war der Vorreiter einer Welle italienischer Einwandererkinder, die den Fußball der 80er und 90er Jahre prägten. Es waren keine Weltklassespieler, aber viele solide Akteure, die ihre Spuren hinterließen.

Die wurzeln in sizilien und der weg nach belgien

Die wurzeln in sizilien und der weg nach belgien

Vincenzo Scifo, geboren als Sohn von Agostino und Alfonsina, stammte aus Aragona, in der Provinz Agrigento, Sizilien. Seine Eltern hatten in den 50er Jahren, nach der Schließung der Schwefelminen, das Glück in den Minen von La Louvière, Belgien, gesucht. Dort entwickelte Vincenzino eine außergewöhnliche Beziehung zum Fußball, vergleichbar mit der eines Kindes zu seinem Teddybär.

Der aufstieg beim rsc anderlecht

Der aufstieg beim rsc anderlecht

Bereits im Alter von 17 Jahren debütierte Scifo beim RSC Anderlecht und verfeinerte dort sein kristallklares Talent. Als er 1987 zu Inter Mailand wechselte, hatte er bereits einen beeindruckenden Ruf. Mit 21 Jahren zeigte er eine Persönlichkeit, die sich erst später voll entfalten sollte.

Vergleiche mit legenden: rivera und platini

Scifo wurde oft mit Legenden wie Gianni Rivera und Michel Platini verglichen. Manche sahen in ihm sogar einen „kleinen Bruder“ von Le Roi, und Platini selbst sah in ihm einen möglichen Nachfolger. Obwohl er nicht ganz an die Klasse dieser beiden Ausnahmespieler heranreichte, besaß er doch einige ihrer Qualitäten. Er schien mühelos Dinge auf dem Platz zu bewirken, war aber gleichzeitig konzentriert wie ein Astronaut bei seiner ersten Mission.

Stationen in italien: inter und torino

In Italien spielte Scifo eine Saison für Inter Mailand (1987-88) und zwei, deutlich erfolgreichere, Saisons für Torino (1991-93). Trotz seines Talents fehlte ihm oft die entscheidende Persönlichkeit, um den ganz großen Durchbruch zu schaffen. Enzo Bearzot, der italienische Nationaltrainer der 80er Jahre, überlegte sogar, ihn für die Nationalmannschaft einzusetzen.

Ein vorreiter einer generation

Vincenzo Scifo war mehr als nur ein Fußballer; er war ein Stil-Ikone. Seine Frisur, akkurat mit Gel gestylt, erinnerte an Ralph Macchio aus Karate Kid. Er verkörperte eine Generation italienischer Einwandererkinder, die im Fußball erfolgreich waren und den Sport mit ihrer Leidenschaft und ihrem Talent bereicherten. Sein Weg ebnete vielen anderen den Weg.

Die bedeutung von scifo für den italienischen fußball

Obwohl Scifo vielleicht nicht die ganz großen Titel gewonnen hat, bleibt er eine wichtige Figur im italienischen Fußball der 80er und 90er Jahre. Er steht für eine Zeit des Wandels und der neuen Möglichkeiten, und sein Talent inspiriert noch heute viele junge Fußballer. Sein Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, sich an diesen vergessenen Star zu erinnern.