Villarreal spielt drei auswärtsspiele – und kämpft ums überleben
Wer Villarreal in dieser Saison live im Estadio de La Cerámica erleben möchte, muss sich gedulden. Nach der FIFA-Länderspielpause kehren die Gelben erst am 26. April in ihr eigenes Stadion zurück – dann empfangen sie Celta de Vigo. Bis dahin wartet eine Auswärtstour, die es in sich hat.
Drei spiele in der fremde, drei gelegenheiten zum scheitern
Der Fahrplan ist klar: Am 6. April reist Villarreal nach Girona ins Montilivi, eine Woche später folgt das Duell im gefürchteten San Mamés gegen Athletic Club – und als Abschluss dieser kleinen Auswärtstournee wartet ein Mittwochsspiel beim CD Oviedo. Drei Partien ohne Heimrecht, drei Partien, in denen es um mehr geht als nur um Punkte.
Im Hintergrund läuft nämlich ein Rennen, das keinen Fehler verzeiht. Atlético de Madrid sitzt Villarreal im Nacken. Die Gelben halten aktuell den dritten Tabellenplatz – einen Champions-League-Rang – mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf die Colchoneros. Ein einziger Ausrutscher, und die Madrider ziehen vorbei.

Die zweite halbsaison hat villarreal entlarvt
Genau das ist das Problem. Denn die Bilanz der Gelben als Auswärtsmannschaft in der Rückrunde liest sich wie eine Warnung. In der Hinrunde war Villarreal auf fremdem Rasen eine Macht: sechs Auswärtssiege, nur Niederlagen bei Real Madrid und Atlético – beides keine Schande. Doch seitdem? Kein einziger Sieg in der Rückrunde außerhalb von Vila-real.
Der einzige jüngere Auswärtsdreier kam beim Levante – ein nachgeholtes Spiel aus der Hinrunde, das statistisch kaum zählt. Die echte Rückrundenbilanz auf fremdem Platz: Niederlagen in Betis (0:2), Getafe (1:2) und beim FC Barcelona (1:4), dazu Unentschieden in Pamplona gegen Osasuna und in Vitoria gegen Alavés. Das ist kein Formtief mehr. Das ist ein Muster.

Jetzt kommt der härteste teil der saison
Girona, Athletic, Oviedo – drei Spiele, die auf dem Papier unterschiedlich schwer wirken, aber alle eines gemeinsam haben: Villarreal muss liefern, ohne die Rückendeckung der eigenen Fans. Ausgerechnet jetzt, ausgerechnet in dieser Phase, in der die Mannschaft ihre Auswärtsschwäche noch nicht überwunden hat.
Das Estadio de La Cerámica wartet bis zum 26. April. Ob Villarreal dann noch auf Champions-League-Kurs liegt, entscheidet sich in den nächsten drei Wochen – auf fremdem Terrain.
