Málaga cf sichert sich juanfran funes bis 2028 – aufstiegs-klausel aktiviert

Juanfran Funes bleibt. Der 39-Jährige unterschreibt beim Málaga CF bis 2028, bei einem Aufstieg in die Primera División verlängert sich der Kontrakt automatisch um ein weiteres Jahr. Die Verpflichtung ist kein Routine-Schritt, sondern ein Bekenntnis zu Kontinuität in Zeiten, in denen spanische Zweitligisten wie geladene Gäste durch die Trainerdrehtür taumeln.

Funes war kurz davor, den klub zu verlassen

Der Lojeño hatte den Vorschlag von Sportdirektor Loren Juarros ursprünglich nicht auf dem Schirm. „Ich war nicht seine erste Wahl“, sagt Funes offen. Ein Gespräch mit Juarros und Geschäftsführer José María Muñoz änderte die Richtung. Fortan stand fest: Der Coach, der 2019 als Interimstrainer in die erste Mannschaft rutschte und den damaligen Abstieg miterlebte, soll die Rückkehr in die Spitzenliga planen.

Ohne Agentur, ohne Pokerspiel. „Wenn es nicht viel zu verhandeln gibt, ist alles einfacher“, erklärt Funes. Die Ablöse für seine Freigabe: null Euro. Die Handschrift dafür: deutlich sichtbar. In 178 Pflichtspielen holte der Andalusier 1,67 Punkte pro Spiel – ein Wert, der Málaga seit der Rückkehr in die Segunda División stabil in der oberen Tabellenhälfte hält.

„Die stärke liegt darin, zu behalten, was man hat“

„Die stärke liegt darin, zu behalten, was man hat“

Mit dieser Maxime baut Funes sein Projekt. Statt neuer Stars setzt er auf die Türsteher, die den Klub vor der Insolvenz bewahrten: Juan Carlos Andrés, Co-Trainer und Europa-League-Veteran, analysiert Gegner bis in die Nacht, während Fitness-Chef Manuel Carrasco die Verletzungsquote auf 1,8 Einsätze pro Spieler senkte – Spitzenwert der Liga.

Funes‘ Strategie ist simple Mathematik. Eine Neuverpflichtung kostet im Schnitt 450.000 Euro Ablöse plus Gehalt, ein eigener Nachwuchsspieler 45.000 Euro. Die Folge: 62 Prozent der Minuten gehen auf Konto der eigenen Akademie, Tendenz steigend. „Wenn unsere Verträge erfüllt werden, geht es dem Club gut“, sagt Funes. Gemeint: Aufstieg. Gemeint auch: finanzielle Gesundheit.

Die Fans auf der Tribüne „La Rosaleda“ feierten die Verlängerung mit „¡Juanfran, quédate!“-Rufen. 28.000 Dauerkarten sind bereits verkauft – so viele wie zuletzt in der Primera-Saison 2017/18. Die Botschaft: Die Anhänger kaufen nicht nur Tickets, sie kaufen eine Philosophie. Und die beginnt nicht mit Galácticos, sondern mit einem Trainer, der vor fünf Jahren noch in der Tercera División coachte und heute den nächsten Anlauf nimmt, Málaga wieder in die europäische Karten zu schubsen.

Ende der Geschichte? Fehlanzeige. Am 10. August startet die Vorbereung, der erste Gegner heißt Real Valladolid. Für Funes beginnt dann die 1.800-Stunden-Saison, in der er sich selbst als „Glückspilz“ bezeichnet. Keine Metapher, keine Leere – einfach der nächste Arbeitstag an der Costa del Sol.