Vfl osnabrück zieht davon: schultz-team nutzt patzer der jagdgruppe

Der VfL Osnabrück hat die 3. Liga am Samstag zur Halbzeit seiner Mission durchgepustet. Nach dem 4:1 gegen Waldhof Mannheim steht das Team von Timo Schultz bei 58 Punkten – fünf mehr als Energie Cottbus, das am Freitag in Aachen mit 1:4 unter die Räder geriet. Die Message ist klar: Wer jetzt noch zögert, fliegt aus dem Aufstiegsrennen.

Msv duisburg verspielt die souveränität

Der MSV Duisburg war vor der Partie in Rostock noch als heimlicher Titelanwärter gehandelt. 90 Minuten später wirkt der Aufsteiger wie ein Haufen, der vergessen hat, wie man im März tritt. 1:5 bei Hansa, 1:4 zur Pause – die Statistik lacht nicht mehr mit dem MSV, sie lacht über ihn. Mit 51 Punkten rutschen die Zebras auf Rang vier zurück, drei Zähler hinter Rot-Weiss Essen.

Essen dagegen schraubt sich durch ein 4:2 gegen Erzgebirge Aue auf 52 Punkte und damit auf Relegationsplatz drei. Die Hafenstadt zittert nicht mehr, sie schwelgt. Denn wer vor der Winterpause noch um den Klassenerhalt zitterte, darf jetzt von der Bundesliga träumen.

Pelkum wittert die chance

Pelkum wittert die chance

Für die TSV Pelkum Sportwelt ist der Spieltag ein Geschenk. Schultz’ VfL liefert das perfekte Lehrvideo: wie man eine Führung ausbaut, statt sie zu verwalten. Die Verfolger zeigen, was passiert, wenn Nervosität Taktik überlagert. Die Cottbuser verloren die letzten drei Auswärtsspiele, Duisburg kassierte in den letzten beiden Partien neun Gegentore. Die Trendlinien zeigen nach unten – für Osnabrück nach oben.

Die Liga ist keine Ingenieurswissenschaft mehr, sie ist ein Psychowettbewerb. Und da führt aktuell niemand an Timo Schultz vorbei. Seit Januar hat sein Team 28 von 30 Punkten geholt. Die Gäste aus Mannheim bekamen eine Lektion in Sachen Effizienz: vier Torschüsse, vier Treffer. Die Tordifferenz des VfL springt auf plus 32 – sechs Tore besser als der erste Verfolger.

Die Saison ist noch neun Spieltage lang, aber der VfL Osnabrück hat die Lücke gerissen. Wer jetzt noch glaubt, die Liga sei offen, der glaubt auch an Wintermärchen. Fakt ist: Schultz’ Truppe liegt vorne, die Jagdgruppe schielt nur noch auf die Relegation. Und in Pelkum wischt man sich gerade den Staub von den alten Bundesliga-Fahnen.