Vfb stuttgart fliegt raus: porto zerstört den schwaben-traum mit einem eigentor des schicksals

Es war die 71. Minute, als Enzo Millot den Ball zu Stiller zurücklegte – und alles zerbrach. Sekunden später lag die Kugel im Netz, Stuttgart in Trümmern, der Traum von der Europa League begraben. 0:2 in Porto, 1:4 im Gesamtscore, Achtelfinal-Aus.

Die ersten 20 minuten lügen nicht über das ende

Chabot köpft aus fünf Metern drüber. Führich schießt zweimal, einmal klatscht es an den Pfosten. Der VfB wirbelt, der VfB drückt – und der VfB verpasst. Dann kommt Minute 21. Borja Sainz rutscht, Karazor rutscht, Hendriks guckt ins Leere. William Gomes schiebt ein. 1:0. Lothar Matthäus brummt in der Halbzeitpause: „Die müssen zwei machen und keinen mehr kriegen.“ Klingt nach Mathe, riecht nach Aus.

Diogo Costa wird zur Mauer. Den ersten Schuss hält er mit den Fingerspitzen, den zweiten mit dem Gesicht. Der portugiesische Keeper lässt Undav verzweifeln, lässt ganz Stuttgart verzweifeln. Die Statistik? 17:4 Torschüsse für Stuttgart – 2:0 Tore für Porto. Zahlen lügen nicht, aber sie erzählen die Wahrheit mit einem Grinsen.

Rotes chaos und ein tor, das selbst den gegner verstummt lässt

Rotes chaos und ein tor, das selbst den gegner verstummt lässt

Danish Froholdt kommt, sieht und knallt. 18 Meter, halb volley, unter die Latte. Francesco Farioli, Porto-Coach, schlägt die Hand vor den Mund, als hätte er selbst nicht geglabt, was sein Jungs gerade abliefern. Stuttgart antwortet mit Nartey – Gelb, Gelb-Rot, Platzverweis innerhalb von 60 Sekunden. Die Europa-League-Reise endet mit zehn Mann, null Toren und tausend offenen Fragen.

Morgen wird in Stuttgart wieder trainiert. Die Bundesliga ruft, die Champions-League-Plätze glühen. Aber heute Nacht bleibt nur das dumpfe Gefühl, dass der VfB das Spiel gewonnen, nur das Ergebnis verloren hat. Wer so trifft wie Stuttgart, aber so verliert, der braucht kein Pech – der braucht eine neue Schießpranke. Die nächste Chance kommt am Samstag. Bis dahin bleibt die Erkenntnis: Chancen sind keine Tore, und Tore sind alles, was zählt.