Verona zertrümmert mailands letztes tabu – erstmals im halbfinale!

Die Rana Verona schreibt Geschichte. Mit einem unbarmherzigen 3:0 (25:21, 25:23, 25:20) gegen die Allianz Milano bucht der Klub aus der Scaliger-Stadt das erste Playoff-Halbfinale seiner Clubgeschichte – und lässt dabei die favorisierten Lombarden völlig leer aus.

Das verfluchte viertelfinale ist vergangenheit

Fabio Soli, im Vorjahr noch mit Trento gecheckt, feiert binnen zwölf Monaten den zweiten Coup. Sein Trick: Er lässt seine Angreifer Keita und Darlan einfach machen. Die beiden kombinieren in der ersten Partie neun direkte Punkte, anschließend hämmern sie aus der Pipe und vom Aufschlag. Milano stemmt sich, aber der Druck frisst die Nerven. Kreling tauscht Reggers gegen Ichino und Otsuka, doch der Japaner braucht Sätze, um in Tritt zu kommen – zu spät.

Der zweite Durchgang gibt den Ausschlag. Milano führt 20:18, doch zwei übereifrige Angriffe und ein Aufschlagfehler drehen die Karte. Verona nutzt die erste Satzballchance, das PalaOlimpia sackt in sich zusammen. Ab dem dritten Satz verwandelt sich die Partie in einen Galapfel-Kracher: Verona spielt, Mailand schaut zu. Die Statistik lügt nicht: 13 direkte Punkte aus dem Aufschlagspiel für Verona, nur fünf für Milano.

Nächster gegner: cucine lube civitanova

Nächster gegner: cucine lube civitanova

In sieben Tagen geht’s nach Civitanova Marche. Die Marken haben sich zwischen Champions-League-Viertelfinale und Meisterschaftsrennen festgebissen, doch Verona reist ohne Druck. „Wir haben nichts zu verlieren, nur zu gewinnen“, sagt Soli nach der Partie. Für Milano bleibt die Challenge Cup: Am Mittwoch wartet Lindemans Aalst in Belgien. Die Saison ist gerettet, der Traum vom Scudetto hingegen geplatzt.

Die Zahlen sind hart: Verona verwandelt 58 % der Angriffsbälle, Milano nur 43 %. Die Blockstatistik fällt mit 8:5 ebenfalls klar aus. Und die Fehler? Milano schenkt 24 Punkte her, Verona nur 13. Die Bilanz nach fünf Partien: 3:1-Serie für Verona, das Ticket für die Vorschlussrunde ist gebucht. Der Klub, der vor zehn Jahren noch in der B-Serie spielte, darf jetzt von der Finalissima träumen.